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FEMNET verpflichtet sich zu Transparenz gemäß der Initiative Transparente Zivilgesellschaft

11.10.2017 Weltmädchentag: Ein Mädchen arbeitet sich zu Tode – eine Initiative des Textilbündnisses kämpft dagegen

Sie war gerade einmal 14 Jahre alt. Und sie starb an Überarbeitung. Im indischen Chennai wollte das Mädchen N. Kaliyarasi, das in einer Spinnerei für große internationale Marken arbeitete, unbedingt den Bonus von rund 40 Dollar erreichen. Denn der magere Lohn von 3,50 Dollar reicht nicht zum Leben. Aber sie überforderte sich und starb. Hier wurde eindeutig die betriebliche Sorgfaltspflicht verletzt. In der Spinnerei gab es noch nicht einmal eine Krankenschwester, obwohl diese für Betriebe mit 200 Menschen vorgeschrieben ist.

Der Spinnereimanager reagierte nicht auf Telefonanrufe der Presse. Angeblich will er sich mit der Familie treffen. Die Gewerkschaft fordert 15 Jahre Kompensationszahlung für die Familie – für den Tod von N. Kaliyarasi.

Damit so etwas nicht mehr passiert, hat FEMNET die Bündnisinitiative „Systemische Verbesserung von Arbeitsbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie in Tamil Nadu“ im Rahmen des Textilbündnisses initiiert. Der Startschuss erfolgte Mitte September im indischen Coimbatore mit einem Kick-off-Workshop, an dem 58 Personen teilnahmen. An der Initiative beteiligen sich auf deutscher Seite die Unternehmen Tchibo, Otto, Kik und Hugo Boss, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie FEMNET und Fairtrade. Auf indischer Seite nehmen teil die Regierung von Tamil Nadu, der Unternehmerverband SIMA, mehrere lokale Textilfabrikanten, NGOs und Gewerkschaften. Auch internationale Organisationen wie die International Labour Organization (ILO) sind einbezogen. Die Initiative will zum einen politische Dialoge zwischen Staatsregierung, Unternehmen und Zivilgesellschaft aufbauen, um das Vertrauen zwischen den Beteiligten zu stärken. Zum anderen sollen Trainings in rund 300 Spinnereien die Grundlage schaffen für funktionierende, gesetzlich vorgeschriebene, Komitees – für Beschwerden und gegen sexuelle Belästigung. „Nach zwei Jahren intensiver Arbeit können wir stolz darauf sein, dass es jetzt endlich losgeht“, sagt Gisela Burckhardt von FEMNET.

 

Pressemitteilung vom 11.10.2017


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