Häufige Fragen zum Solidaritätsfonds von FEMNET für ArbeiterInnen in der Textilindustrie in Indien und Bangladesch

Was ist der Solidaritätsfonds?

Der Solidaritätsfonds wurde von FEMNET e.V. initiiert. Mit dem Solidaritätsfonds, der sich aus Spendengeldern zusammensetzt unterstützt FEMNET e.V. Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften in Indien und Bangladesch, die sich für die Rechte der Arbeiter_innen in Textilfabriken einsetzen.

Warum gibt es den Solidaritätsfond?

Der Solidaritätsfond wurde ins Leben gerufen, um auch finanziell die Arbeit der Partnerorganisationen in Indien und Bangladesch zu unterstützen. Mit unserer Arbeit im Rahmen der Kampagne für Saubere Kleidung betreiben wir politische Unterstützung der Organisationen vor Ort, keine finanzielle. Ziel ist die Arbeiter_innen in ihrem Kampf gegen die verheerenden Arbeitsbedingungen zu helfen.

Was genau wird vor Ort gemacht?

Die lokalen Frauenrechtsorganisationen und Gewerkschaften vor Ort unterstützen die Arbeiter_innen

  • mit Trainings und Aufklärung zur Arbeits- und Frauenrechten
  • mit der Ausbildung einzelner Frauen zu „leaders“
  • mit juristischer Beratung
  • beim Gang zum Arbeitsgericht, wenn die Löhne nicht korrekt ausgezahlt werden oder ein Unternehmer sich aus dem Staub macht, ohne die Arbeiter_innen zu bezahlen.

Wer oder was ist Munnade?

Munnade ist eine indische Frauenrechtsorganisation, die wir seit 2011 unterstützen. Munnade gibt juristischen Beistand für Textil-arbeiterinnen bei Klagen vor Gericht in Arbeitsprozessen. Zusätzlich unterstützt Munnade die Frauen bei Gewalt in der Familie oder bei Mietproblemen, informiert sie über ihre Rechte und die Arbeitsgesetze Indiens und bildet einzelne Frauen zu Leiterinnen in Gewerkschaften aus.

Wer oder was sind NGWF?

Die National Garment Workers Federation (NGWF) ist eine Gewerkschaft von Arbeiter_innen der Bekleidungsindustrie in Bangladesch. Sie vertritt und organisiert über 38.000 Arbeiter_innen. Die Anwälte der Gewerkschaft klagen korrekte Bezahlungen ein und gehen gerichtlich gegen ungerechtfertigte Entlassungen vor.

FEMNET unterstützt den Rechtshilfefond für die weiblichen Beschäftigten.

Was wurde bisher erreicht?

Im Rahmen der Arbeit der Kampagne für Saubere Kleidung wurden Entschädigungsfonds für die Opfer der großen Katastrophen in Textilfabriken in Bangladesch und Pakistan (2012 und 2013) eingerichtet und dafür gekämpft, dass involvierte Unternehmen, wie KiK, NKD oder Benetton, in die Fonds für die Opfer einzahlen.

Direkte Unterstützung für die Arbeiter_innen leistet die Gewerkschaft NGWF in Bangladesch, unterstützt durch den Solidaritätsfonds. Von den eingegangen Spendengeldern konnten 2014 1.220 Arbeiter_innen rechtlich unterstützt werden, wodurch ca 40.000 Euro Entschädigung an Arbeiter_innen gezahlt wurden.

Die Frauenrechtsorganisation Munnade in Indien setzt die Spendengelder für Fortbildungen und rechtliche Beratung von Frauen, zur Stärkung des Bewusstseins der Textilarbeiter_innen bezüglich ihrer Rechte ein. Die Arbeit von Munnade führte 2012 zu der Gründung der Gewerkschaft Garment Labour Union, die mittlerweile über 850 Mitglieder zählt.

Aktuelle und detailliertere Informationen entnehmen Sie bitte dem Jahresbericht 2014 (PDF-Datei)

Wie kann ich das Projekt unterstützen?

Sie können mit einer Spende in den Solidaritätsfonds Hilfe leisten.

Hier geht es zu den Spendeninformationen

Wie prüft FEMNET e.V. die Verwendung der Spendengelder?

Enge Kontakte zu unseren Partnern sind uns wichtig. Eine Vertreterin von FEMNET informiert sich regelmäßig durch Besuche vor Ort über die Arbeit der Organisationen.

 



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