Webseite durchsuchen:

Fair Fashion Guide

Download des Fair Fashion Guides als PDF-Datei

Blog: Modefairarbeiten.de

Blog 2015

Mehr über den Solidaritätsfonds:

Cover des FEMNET-Solifonds-Flyer

FEMNET verpflichtet sich zu Transparenz gemäß der Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Aktionstag zum 1. Mai 2013 der Textilarbeitergewerkschaft (Garmont Labor Union-GLU) in Indien

1. Mai-Demonstration 2013Der 1. Mai-Feiertag 2013 wurde in Bangalore, Südindien, von der Textilarbeiter_innengewerkschaft Garmont Labor Union organisiert. Der Veranstaltungstag wird als wichtiges Symbol gesehen, um die bedeutenden Beiträge der Arbeiter_innen anzuerkennen. Der Tag erinnert an die Arbeitsrechte und andere Errungenschaften der Arbeiter_innen. Durch die Arbeitskämpfe soll den Arbeitgebern ein starker Eindruck vermittelt werden und sie werden aufgefordert, die Arbeitsrechte zu schützen. Das wichtige Ziel ist, dass sich die Arbeiter_innen selbst organisieren, um in Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern, ihre geforderten Arbeitsbedingungen und Rechte durchzusetzen.

Für die GLU war es eine wichtige Veranstaltung, die sie zum ersten Mal organisierte. Ungefähr 500 Arbeiter_innen, aus verschiedenen gewerkschaftlichen Gruppen, nahmen teil bzw. organisierten die Veranstaltung mit.

Der Tag begann vom Rathaus mit einer Ralley und endete am Freiheitspark. Dort wurde eine öffentliche Veranstaltung abgehalten.

Der Tag und die Veranstaltungen bekamen eine starke Aufmerksamkeit durch die Medien. Es berichteten die Zeitungen Kanada Vani und Praja Vani. Außerdem berichteten die Fernsehsender TV9 und Suvarna News 24 x7.

Die leitenden Sprecher_innen der Organisationen stellten folgende Missstände dar und erhoben daraus Forderungen:

a) Alle Textilarbeiter_innen sollen sich in Gewerkschaften und anderen sozialen Verbänden organisieren.

b) Korruption, Bürokratie und Misswirtschaft sind nach wie vor weit verbreitet. Dies sowolh auf der Bundes- also auch aif der Landesebene. Als Beispiele wurden die Zustände im Minensektor, willkürliche Preiserhöhungen, das festhalten am Kastensystem und die Auswirkungen des Neo-Liberalismus angeführt.

c) Arbeiter_innen wurden für die bevorstehenden Karnataka-Landeswahl beeinflusst.

d) Arbeiter_innen wurden darüber unterichtet, dass die Mindeslöhne nicht gezahlt und Arbeitsbedingungen missachtet werden

e) Zunehmende Privatisierung des öffentlichen Sektors

f)  Keine angemessenen Pensions- und Rentenanpassungen.

g) Die Regierung besetzt keine Arbeitsplätze, sondern lässt die Arbeit von Schwarzarbeitern erledigen. Daraus folgt, dass seriöse Unternehmen regulär bezahlte Arbeitsplätze abbauen müssen.

h) Die Regierung, die Anteilseigner und die Manager brechen die Solidarität der Arbeiter_innen und schwächen die Gewerkschaften, indem sie die Zusammengehörigkeiten zu den unterschiedlichen Kasten, die verschiedenen  Religionen, die verschiedenen sprachlichen und kulturellen Unterschiede, ausnutzen.

Die Forderungen der Arbeiterinnen und Gewerkschaften lauten folgendermaßen:

a) Allgemeiner Mindestlohn von Rs. 10.000   =  140 Euro
b) Abschaffung illegaler Arbeitsverträge
c) Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
d) Gründung von Sozialversicherungen für nicht organisierten Arbeiter_innen und finanzielle Ausstattung dieser.
e) Stopp von Preiserhöhungen
f) Widerstand gegen die neo-liberale Wirtschaftspolitik, die gegen die Interessen der Arbeiterinnen gerichtet ist.

Durch das genannte Verhalten der Landes- und Bundesregierung fühlten sich die Gewerkschaftsführer unter Druck gesetzt und fordern eine Politik für Arbeiter_innen zu entwickeln und in die Praxis umzusetzen.
   

(Übersetzung eines Munnade-Berichts aus dem Englischen)

 

 

1. Mai-Demonstration 2013

1. Mai-Demonstration 2013


Powered by JS Network Solutions