03.07.2014: FEMNET begrüßt die Aufstockung der Entschädigungszahlung von KiK, hält aber die Summe immer noch für zu gering

Demonstrierende Angehörige und Betroffenen des Rana Plaza Einsturzes. Foto: © Gisela BurckhardtDemonstrierende Angehörige und Betroffenen des Rana Plaza Einsturzes. Foto: © Gisela BurckhardtAm 02.07.14 gab der Textildiscounter KiK bekannt, weitere 500.000 USD in den Entschädigungsfonds für die Opfer der Rana Plaza-Katastrophe eingezahlt zu haben. Damit beläuft sich die von KiK insgesamt eingezahlte Summe auf 1 Mio. USD (ca. 731.000 Euro). Generell begrüßt die Kampagne für Saubere Kleidung natürlich Aufstockungen, die von KiK gezahlte Summe hält sie jedoch weiterhin für viel zu gering. 

„Angesichts des Umsatzes von KiK und der Menge an KiK-Textilien, die am Unglücksort gefunden wurden, müsste die Einzahlung von KiK bei mindestens 5 Millionen Euro liegen“, so Frauke Banse von der Kampagne für Saubere Kleidung.

Anders als KiK haben Firmen wie Adler Modemärkte, NKD, KANZ/ Kids Fashion Group oder Benetton noch gar nichts in den Fonds eingezahlt. Nach Ansicht der Kampagne für Saubere Kleidung ist dies ein beschämendes und nicht zu akzeptierendes Verhalten.

Alle Firmen, die von Rana Plaza Kleidungsstücke bezogen, sind aufgefordert, einen substantiellen Beitrag in den Fonds einzuzahlen – entweder als Erstüberweisung oder als wirklich nennenswerte Aufstockung. Der von der Internationalen Arbeitsorganisation ILO kontrollierte Rana Plaza Trust Fund ist nicht einmal zur Hälfte gefüllt: von den mindestens notwendigen 40 Mio. USD sind nach Angaben der ILO erst 17 Mio. USD gezahlt. Die Opfer der Katastrophe müssen noch immer auf eine umfassende Entschädigung warten.

„Mehr als ein Jahr nach der Katastrophe kann dieses beschämende Verhalten von gut verdienenden Mode-Konzernen nicht hingenommen werden“, sagt Gisela Burckhardt von der Kampagne für Saubere Kleidung.

Erst letzte Woche unterstützten europäische Regierungsvertreter den Rana Plaza Trust Fund und forderten die verantwortlichen Unternehmen auf, substantielle Beträge beizusteuern. Auch im Rahmen der BMZ-Initiative für nachhaltige Textilien rief Minister Müller die Unternehmen zur Einzahlung in den Rana Plaza Trust Fund auf.

Ansprechpartnerinnen:
Frauke Banse, Eilaktionsskoordinatorin der Kampagne für Saubere Kleidung. Büro: 030-4208202-52, Mobil: 0178-5467453, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Gisela Burckhardt, FEMNET. Mobil: 01520-1774080, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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