Treffen der CCC mit KiK am 20. Juni 2012

Nachdem es zwei Jahre lang keine Gespräche mehr zwischen CCC und KiK gegeben hatte, fand ein Treffen am 20. Juni 2012 in Düsseldorf statt. Die KiK Delegation bestand aus vier Personen und wurde geleitet von Dr. Michael Arretz, Geschäftsführer CSR, Qualität und Kommunikation.

Die CCC vertraten Dr. Gisela Burckhardt (FEMNET) und Christiane Schnura (CCC-Koordinatorin). Anlass des Treffens war zum einen die CCC-Studie "Im Visier Discounter", herausgegeben im Januar 2012. Darin werden laut einer Befragung von 162 ArbeiterInnen aus 10 Fabriken in Bangladesch, darunter fünf Lieferanten von KiK, wesentliche Arbeitsrechtsverletzungen festgestellt.

Die Studie wurde durchgeführt, weil die CCC wissen wollte, ob sich seit der Studie von 2008 (Wer bezahlt unsere Kleidung bei Lidl und Kik?) irgendwelche Verbesserungen ergeben hätten und ob die bisherigen CSR-Maßnahmen der Discount-Riesen wirklich zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken geführt haben (siehe: http://www.femnet-ev.de/index.php/de/themen/ccc-kampagne/materialienstudien)

KiK ist der Meinung, dass die beschriebenen Verstöße möglicherweise bei Sublieferanten stattgefunden hätten, von denen das Unternehmen nichts weiß. Denn KIK stellt fest, dass sein Auditsystem funktioniere. Dies wird von den CCC-Vertreterinnen bezweifelt, da die Audits nur in den Fabriken stattfinden und Gewerkschaften und NROs nicht einbezogen werden.

Zum anderen war der erste Nachhaltigkeitsbericht von KiK Thema des Treffens. KiK stellte dabei sein Nachhaltigkeitsmanagement vor. Die CCC kritisiert, dass der Bericht an vielen Stellen schön färbt. So wird z.B. ausführlich ein Qualifizierungsprogramm für 20 Lieferanten beschrieben, dabei aber nicht erwähnt, dass das Unternehmen über Hundert Lieferanten in Bangladesch hat.

Dies ist eine typische Vorgehensweise des Schönfärbens. Außerdem zeigen die Recherchen der CCC, dass trotz Qualifizierungsprogramm bei den Arbeiterinnen kaum Verbesserungen  ankommen. Die CCC forderte KiK auf, die Namen seiner Lieferanten offen zu legen, was aber abgelehnt wurde.

KiK erkannte an, dass der derzeitige gesetzliche Mindestlohn für die Beschäftigten nicht ausreichend ist.


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