26.06.2016: Bangalore, Indien: Eine von sieben Textilarbeiterinnen erlebt sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz

FEMNET-Partnerorganisation Munnade veröffentlicht schockierenden Bericht

Titelblatt: SFC Munnade Women At WorkRund 500.000 Menschen arbeiten in Bangalores Bekleidungsindustrie, etwa zwei Drittel davon Frauen. Viele der etwa 1200 Fabriken produzieren auch für multinationale Unternehmen. Dass die Arbeitsbedingungen dort meist sehr schlecht sind und Arbeitsrechte häufig ignoriert werden, ist mittlerweile auch in den Ländern Europas angekommen, für die ein Großteil der Kleidung produziert wird.

Der im 25. Juni 2016 erschienene Bericht unserer Partnerorganisation Munnade in Zusammenarbeit mit der britischen NGO Sisters for Change zeigt jedoch erstmalig das ganze katastrophale Ausmaß der Misshandlungen.

Gewalt, Einschüchterung und sexuelle Belästigung gehören zum Alltag der Arbeiterinnen, Vergewaltigungen und Erniedrigungen eingeschlossen. Diese Verbrechen werden jedoch in den seltensten Fällen angezeigt. Wenige der Arbeiterinnen haben juristischen Beistand und wissen, wie sie ihre Rechte einfordern können. Unsere Partnerorganisation Munnade unterstützt die Arbeiterinnen, leistet juristische und psychologische Beratung. FEMNET und Munnade werden sich angesichts der Lage, die durch den Bericht nun faktisch belegt ist, weiterhin dafür einsetzen, dass die indische Regierung die Einhaltung der Arbeitsrechte einfordert und Fabriken häufiger überprüft, insbesondere hinsichtlich sexueller Übergriffe.

Vollständigen Bericht (PDF-Datei)

 


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