08.07.2013: Gebäude- und Brandschutzabkommen in Bangladesch tritt in Kraft

Am 8.7.2013 wurde bekannt, dass das Abkommen zum Gebäude- und Brandschutz in Bangladesch nun umgesetzt werden kann. Die rechtlich verbindliche Vereinbarung soll zu einer Verbesserung der Sicherheit der Textilfabriken beitragen. An der Umsetzung des Abkommens beteiligen sich über 70 Modeunternehmen und Marken wie H&M, Inditex, C&A. Die folgenden deutschen Unternehmen haben das Abkommen unterzeichnet: Aldi, Ernsting's Family, Esprit, Hess natur,KiK, Lidl, Metro, Otto, Puma REWE und S.Oliver und Tchibo. Auf Gewerkschaftsseite unterzeichneten die internationalen Gewerkschaftsdachverbände UNI Global Union und IndustriALLGlobal Union und der bangladeschische Gewerkschaftsbund das Abkommen.

Die Unternehmen haben sich verpflichtet, bis 15.7.2013 alle Fabriken, in denen sie produzieren lassen, aufzulisten und bis 30.11.2013 alle Fabriken zu überprüfen und notwendige Reparatur- und Renovierungsarbeiten zu erfassen. Die Liste aller betroffenen Fabriken in Bangladesch wird öffentlich gemacht.

Es wird ein Steuerungskomittee geschaffen, das sich aus sieben Personen zusammensetzt: drei von Unternehmerseite, drei von Gewerkschaftsseite und eine neutrale Person als Vorsitzender von der Internationalen Arbeitsorganisation ILO. Darüber hinaus soll ein Beirat, bestehend aus bangladeschischen Regierungsmitgliedern, Zulieferern, Retailern, Gewerkschaften und NGOs, mit einer Präsenz vor Ort die Umsetzung des Abkommens in der Praxis überwachen.

Fabriken, die erhebliche Mängel aufweisen, sollen solange geschlossen bleiben, bis alle Sicherheitsrisiken beseitigt sind. Während der Reparaturarbeiten müssen die Löhne weiter bezahlt werden. Die Beschäftigten haben auch das Recht, Arbeit zu verweigern, wenn ein Gebäude unsicher ist.

 

Nachfragen können gerichtet werden an: Gisela Burckhardt: Tel. 01520-1774080


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