13.09.2013: Bangladeschische ArbeiterInnen müssen weiter auf volle Entschädigung warten


Rana Plaza Piktogramm

Ergebnisse der Verhandlungen über die Entschädigung der Opfer von Bangladeschs Textilfabriken sind enttäuschend

Adler Modemärkte, Benetton, Mango, Inditex (Zara), NKD, Kids Fashion Group, Güldenpfennig und viele andere Unternehmen zeigen den Opfern der Unfälle bei Tazreen Fashions und Rana Plaza die kalte Schulter. C&A und KiK kamen jeweils nur einen Tag, obwohl sie in beiden Gebäuden haben produzieren lassen.

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Es waren schlussendlich elf Unternehmen die am 11. und 12. September in Genf über Entschädigungszahlungen an die Opfer von Tazreen ( 2 Unternehmen) und Rana Plaza (9 Unternehmen) verhandelten. Viele Firmen zogen sich aus der Verantwortung, und verweigerten die Teilnahme an den Verhandlungen. Sie zeigten den Familien der über 1.200 Toten und den rund 1.900 Verletzten, die für diese Unternehmen die Waren fertigten, die kalte Schulter.

Zu den Verhandlungen um Rana Plaza waren 29 Unternehmen eingeladen. Nur neun Firmen sind gekommen: Bon Marché, Camaieu, El Corte Ingles, Kik, Loblaw, Mascot, Matalan, Primark, Store Twenty One.
Diese 19 anderen Unternehmen sind dem Verhandlungstisch ferngeblieben: Adler Modemärkte, Auchan, Benetton, C&A, Carrefour, Cato Corp, The Children’s Place, Dressbarn, Essenza, Gueldenpfennig, Iconix Brand, Inditex, JC Penney, Kids Fashion Group, LPP, Mango, Manifattura Corona, NKD, Premier Clothing, PWT Group, Texman and Walmart.

Die Zugeständnisse der Unternehmen sind nach den zweitägigen Verhandlungen begrenzt:

  • In zwei Wochen soll sich erneut getroffen werden, um sich auszutauschen und nächste Schritte zu planen.
  • Generell wurde einem Entschädigungsfonds zugestimmt und ein Komitee gegründet, dass diesen voranbringen soll.
  • Es gab das Bekenntnis zu koordinierter Weiterarbeit, aufbauend auf den ersten Hilfeleistungen, die die britische Handelskette Primark bereits geleistet hat.

Konkrete Entschädigungssummen wurden nicht vereinbart, auch nicht für Soforthilfe. Dies trotz der großen Not der Verletzten und Hinterbliebenen, die ums tägliche Überleben kämpfen müssen.

Beim Treffen zur Entschädigung der Opfer von Tazreen am Vortag legte C&A einen Vorschlag für substantielle Entschädigungen vor. Auch das Unternehmen Karl Rieker signalisierte seine Bereitschaft beizutragen.

Leider blieben auch diesem Treffen die meisten Markenunternehmen fern. KiK war bei diesem Treffen nicht zugegen. Ebenso waren Delta Apparel, Dickies, Disney, El Corte Inglés, Edinburgh Woolen Mill, Kik, Li & Fung, Piazza Italia, Sean John, Sears, Teddy Smith, and Walmart nicht anwesend.

Weitere Informationen finden Sie in der (englischsprachigen) Pressemitteilung der internationalen Clean Clothes Campaign.


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