09.10.2013: FEMNET und Clean Clothes Campaign trauern um weitere Tote in Fabrik in Bangladesch

FabrikbrandgrafikAmsterdam. Die Clean Clothes Campaign (CCC) ist entsetzt über die Nachrichten eines erneuten Brands in einer Textilfabrik in Bangladesch, bei welchem zehn Arbeiter_innen zu Tode kamen.

  • Zehn Arbeiter_innen wurden getötet, über 50 Verletzte
  • Fabrik soll Geschäftsbeziehungen zu George (Asda/Walmart), Loblaws und Hudson Bay Company haben
  • Forderungen nach Intensivierung der Arbeit am Sicherheitsstandard und unverzügliche Entschädigungszahlungen für die Opfer

Aktuelle Berichte besagen, dass zehn Arbeiter_innen getötet wurden und über 50 verletzt worden sein könnten, als ein Feuer in der “Aswad Composite Mills Factory” in Bangladeschs’ Hauptstadt Dhaka gegen 18.00 am gestrigen Dienstag, 08. Oktober, ausbrach. Feuerwehrkräfte benötigten mehrere Stunden um den Brand zu löschen, zur Zeit sind Untersuchungen zu der Brandursache in vollem Gange.

In einem Interview des “Workers Rights Consortium” gaben Arbeiter_innen an, dass sie hauptsächlich für das Modelabel „George“, welches zu Walmart gehört, produzierten. Lieferpapiere zeigen, dass weitere Unternehmen in der Fabrik produziert haben sollen, darunter die zwei kanadischen Unternehmen “Loblaw” und “Hudson Bay Company”. Die CCC vermutet, dass weitere Modemarken ihre Produktion in der Fabrik Aswad durchgeführt haben könnten.
Der Brand ereignete sich knapp sechs Monate nach dem Fabrikeinsturz in Rana Plaza und ist der vierte Brand mit tödlichem Ausgang für Arbeiter_innen der Textilfabriken in Bangladesch innerhalb der letzten zwölf Monate. Seit der Katastrophe von Rana Plaza haben über 90 Marken den gesetzlich bindenden “Bangladesh Accord on Fire and Building Safety“ unterzeichnet. Dieses Abkommen hat zum Ziel, die Grundursachen der Fabrikeinstürze und –brände in Angriff zu nehmen und wird gemeinsam von Markenherstellern und Gewerkschaften gesteuert. Während Loblaw zu den Unterzeichnern gehört, sind Hudson Bay und Walmart Mitglieder eines Bündnisses, welches von Seiten der Industrie geleitet wird.

Die Clean Clothes Campaign wird  gemeinsam mit Gewerkschaften und Arbeitsschutzorganisationen daran arbeiten,  weitere Informationen über die Umstände des Brandes zu sammeln und darüber hinaus faire Entschädigungen für die Opfer zu fordern.

Quelle: http://www.cleanclothes.org
Übersetzung: Franziska Gorgas


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