Die Opfer der Unglücke in Bangladesch warten noch immer auf Entschädigungszahlungen

Auch ein Jahr nach der Katastrophe geht der Kampf um Entschädigungen weiter

Am 24. November 2013 jährte sich der Brand in der Tazreen Fabrik in Bangladesch, bei dem vor einem Jahr 112 Menschen, vor allem Frauen, starben. Bis zu 300 Menschen wurden teilweise schwer verletzt. Angehörige und Überlebende warten auch ein Jahr nach der Katastrophe auf eine angemessene Entschädigung. Deutsche Firmen verhalten sich zu den Forderungen von Gewerkschaften und Arbeitsrechtsorganisationen unzureichend.

Nur C&A, Karl Rieker, die spanische Firma El Corte Ingles und der in Hongkong sitzende Zwischenhändler Li & Fung haben bislang signalisiert, dass sie sich an der Entwicklung eines transparenten Entschädigungsprozesses für die Opfer beteiligen würden.

Ergebnisse der Verhandlungen über die Entschädigung der Opfer von Bangladeschs Textilfabriken sind enttäuschend 

Im September 2013 gab es ein vom internationalen Gewerkschaftsdachverband IndustriALL einberufenes Treffen für alle Unternehmen, die von den Unglücken bei Tazreen und Rana Plaza betroffen waren. Nur neun von 28 Unternehmen sind überhaupt erschienen. Es wurde ein Komitee gegründet, das eine Rahmenvereinbarung für die Entschädigungszahlungen an die Hinterbliebenen der Opfer von Rana Plaza und Tazreen vorsieht. Dieses Abkommen haben bisher nur Primark, Loblaw, Bonmarché und El Corte Inglés unterzeichnet. Unterschrieben haben aber nicht die deutschen Unternehmen KiK, NKD, Adler, Güldenpfenning. Kids for Fashion und auch nicht der weltweit größte US-Einzelhändler Walmart.

Zusatz

FEMNET e.V. hat im Juli 2013 eine Spende von 5000,- Euro an die NGWF übergeben, die Geldspenden an 434 Opfer, darunter 297 Frauen, von Rana Plaza und Tazreen oder ihre Angehörigen ausgezahlt hat.


Powered by JS Network Solutions