FEMNET auf HUGO BOSS Hauptversammlung am 19. Mai 2016

Hugo Boss JeanslabelsAm 19. Mai 2016 fand in Stuttgart die Hauptversammlung von HUGO BOSS statt. FEMNET hatte einen Gegenantrag zur Nichtentlastung des Vorstands für die Aktionärsversammlung von HUGO BOSS eingereicht. FEMNETs Vorstandsvorsitzende Gisela Burckhardt stellte als kritische Aktionärin den Gegenantrag und sprach zusammen mit Dr. Anibel Ferus-Comelo aus Indien auf der Versammlung. Außerdem wurde das Auditverfahren von HUGO BOSS thematisiert.

Die Recherchen von Cividep, dem Partner von FEMNET in Indien, bei zwei Zulieferern von Hugo Boss zeigen auf, dass trotz Überstunden das Gehalt der Arbeiterinnen nicht ausreicht, um ihre monatlichen Ausgaben zu decken, geschweige denn, Geld für die Zukunft zu sparen. Die Beschäftigten verdienen monatlich 6000-7800 Rupien brutto (78 bis 102 EUR). Für die Miete der Wohnung müssen sie allein schon die Hälfte bis zwei Drittel des Lohns ausgeben. Wegen ihres geringen Lohns sind die Arbeiter_innen gezwungen, Kredite aufzunehmen, also sich zu verschulden, um z.B. ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen oder Medikamente zu bezahlen. Sehen so faire Löhne aus?

HUGO BOSS nahm Stellung zu der Kritik, konnte die Vorwürfe allerdings nicht widerlegen. Diese Stellungnahme hat Gisela Burckhardt auf www.business-humanrights.org wiederum kommentiert.

 

 


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