24.11.2017: Gewalt an Frauen in der Modeindustrie stoppen – Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2017

Familie, Frauen und Waisen der Rana Plaza Katastrophe in Bangladesch. Foto: © FEMNETFamilie, Frauen und Waisen der Rana Plaza Katastrophe in Bangladesch. Foto: © FEMNET

Es sind erschreckende Zahlen: Weltweit wird jede dritte Frau laut Unifem in ihrem Leben einmal vergewaltigt, geschlagen oder auf andere Weise misshandelt. Und auch an ihrem Arbeitsplatz erfahren viele Frauen Gewalt, so auch in der weltweiten Bekleidungsindustrie. Hinter der schönen Fashion-Fassade werden Frauen ausgebeutet, diskriminiert oder sexuell bedrängt. Besonders prekär ist die Lage in den Fabriken von Billiglohnländern wie Bangladesch oder Indien, wo Frauen schon mit dem Schlimmsten rechnen müssen, wenn sie sich gewerkschaftlich organisieren.

Allein in den Spinnereien Südindiens, wo das Garn für unsere Kleidung herkommt, herrschen noch mittelalterliche Zwangssysteme: Dort werden junge Frauen im Alter von 14 bis 18 Jahren in hochmodernen Spinnereien wie Sklavinnen gehalten. Sie arbeiten oft rund um die Uhr bis an die Grenze der Erschöpfung, werden von ihren Aufsehern gedemütigt und missbraucht. Für einige von ihnen ist Selbstmord der einzige Ausweg. Das Perfide an dem System: Westliche Firmen profitieren von dieser Ausbeutung. Und auch wir Konsument_innen hier in Deutschland müssen uns fragen: Wieviel Gewalt steckt in unserer Einkaufstasche?

Die WHO bezeichnet Gewalt gegen Frauen als eines der größten Gesundheitsrisiken von Frauen weltweit – dagegen müssen wir aktiv werden nicht nur hier, sondern weltweit, fordert die Frauenrechtsorganisation FEMNET. "Wir nehmen keine Gewalt an Frauen in Kauf", sagt FEMNET-Vorsitzende Gisela Burckhardt.

 

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Pressemitteilung vom 24.11.2017


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