Faire öffentliche Beschaffung

Vom Stift bis zur Polizeiuniform – ein erheblicher Teil aller auf dem Markt befindlichen und von der öffentlichen Hand benötigten Produktewerden unter menschenunwürdigen Bedingungen und unter Missachtung grundlegender Arbeitsrechte hergestellt. Gleichzeitig gibt die öffentliche Hand jährlich rund 370 Milliarden Euro aus, um solche Güter zu kaufen. Diese erhebliche Macht über die Nachfrage lässt sich bewusst nutzen, um faire Produktionsbedingungen und das Angebot fairer Berufskleidung zu stärken.


Quelle: youtube.com: „Was ist faire öffentliche Beschaffung?“ –
Hintergründe erklärt vom Eine Welt Netz NRW

Bei der Verbesserung globaler Lebens- und Arbeitsbedingungen können Kommunen durch die öffentliche Beschaffung eine besondere Vorreiterrolle übernehmen. Welche Maßnahmen sie bei der Förderung einer sozial gerechten Beschaffung ergreifen und wie sie die Einhaltung von Sozialstandards nachweislich fördern können, ist jedoch nicht immer klar.

Deshalb unterstützt FEMNET seit 2015 Beschaffungsverantwortliche bei der Stärkung sozialer Kriterien im öffentlichen Einkauf von Berufskleidung und berät Kommune bei der wirkungsvollen Ausgestaltung ihrer Vorreiterrolle.

 

Projekt: "Gute Arbeit fairbindet – faire öffentliche Beschaffung."

Modenschau mit fairer Berufskleidung. Foto: Barbara Frommann, © Stadt BonnModenschau mit fairer Berufskleidung.
Foto: Barbara Frommann, © Stadt Bonn

Beratung der Städte Bonn und Köln bei der öko-fairen Beschaffung von Berufsbekleidung

Den Auftakt für unsere Beratungsarbeit im Projekt „Gute Arbeit fairbindet – faire öffentliche Beschaffung“ machte das Amt für Stadtgrün der Stadt Bonn. Bislang suchte die Stadt– wie die meisten anderen Kommunen auch – die Bekleidung ihrer Bediensteten hauptsächlich nach Qualität, Sicherheitsstandards und Preis aus. Zwar fordert Bonn schon seit vielen Jahren die Einhaltung von sozialen Kriterien, allerdings konnte dies bei der Auswahl der Angebote nicht ausreichend berücksichtigt werden. Durch unsere Beratung wurden wichtige Weichen gestellt: So wurden soziale und ökologische Kriterien in eine Ausschreibung für Dienst- und Schutzkleidung für Garten und Forst einbezogen. Außerdem wurden Sozialstandards und Umweltschutz bei einem Direktkauf von Badeshorts für die Angestellten in den öffentlichen Schwimmbädern berücksichtigt.

Seit 2017 nimmt auch die Stadt Köln unser Beratungsangebot in Anspruch. Bereits im Jahr 2008 forderte der Stadtrat mit dem Beschluss „Faire Vergabe – Auftragsvergaben nach sozialen und ökologischen Kriterien“, dass sich die städtische Vergabe an ökologischen und sozialen Standards orientiert. Für den Bereich der Bekleidung/Textilien wird das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen hier nun als Pionier aktiv. Aktuell begleiten wir eine Ausschreibung für Arbeits- und Sicherheitsschuhe des Amts für Landschaftspflege und Grünflächen. An den hier entwickelten Modellen orientiert sich auch die Stadt Stuttgart.

Gemeinsam mit den Stadtverwaltungen und – unterstützt von der Organisation Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit – setzen wir im Projekt „Gute Arbeit fairbindet – faire öffentliche Beschaffung“ Zeichen für eine faire Produktion von Berufsbekleidung.

 

 

Kontakt: Marie Luise Lämmle

Marie-Luise Lämmle
Projektleitung "Faire öffentliche Beschaffung"

Tel. 0228 90 91 73 08
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Bürozeiten: Mo. - Do. 09.00 - 17.00 Uhr

 

 

 

Anne Neumann

Anne Neumann
Projektreferentin

Tel. +49 1758465560
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