16.05.2017: Bieterdialog zur Ausschreibung für Arbeits- und Sicherheitsschuhe im Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln

Marie-Luise Lämmle von FEMNET erklärt: Welche Nachweise für faire Produktionsbedingungen sind glaubwürdig? Welche Herausforderungen für eine saubere Herstellung ergeben sich gerade bei Arbeits- und Sicherheitsschuhen? Foto: © FEMNETMarie-Luise Lämmle von FEMNET erklärt: Welche Nachweise für faire Produktionsbedingungen sind glaubwürdig? Welche Herausforderungen für eine saubere Herstellung ergeben sich gerade bei Arbeits- und Sicherheitsschuhen? Foto: © FEMNETZehn Vertreter_innen von Hersteller- und Handelsunternehmen für Arbeits- und Sicherheitsschuhe diskutierten mit der Stadt Köln über Anforderungen und Möglichkeiten fairer Produktion. Auch beschaffungsverantwortliche Mitarbeiter_innen aus zahlreichen anderen Kommunen saßen mit „am runden Tisch“.

Unternehmen, die sich auf öffentliche Ausschreibungen bewerben, müssen sich neuen Anforderungen stellen, wenn die Kommunen soziale und ökologische Ansprüche formulieren. Seit 2017 begleiten wir das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln dabei, Nachhaltigkeitskriterien in ihre Ausschreibungen für Arbeits- und Sicherheitsschuhe zu integrieren. Damit die Stadt gute Angebote für Schuhe erhält und die Einhaltung von öko-sozialen Produktionsbedingungen als zentrales Wettbewerbskriterium verankert wird, gingen wir am 16. Mai 2017 mit Herstellern und Händlern ins Gespräch.

Stefan Welzel vom Zentralen Vergabeamt sowie Peter Figgen und Markus Schulze vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen erläuterten den Vertreter_innen von zehn potenziellen Bietern für die Ausschreibung die Ziele und Anforderungen, die die Stadt Köln bei ihrer fairen öffentlichen Vergabe verfolgt. Dr. Gisela Burckhardt und Marie-Luise Lämmle von FEMNET zeigten, warum eine faire Produktionsweise für Bekleidung und Schuhe menschenrechtlich notwendig ist und welche Möglichkeiten hier bestehen. Inge Gätje von der Zentralen Beschaffungsstelle der Freien Hansestadt Bremen und Nicole Thiele von der Firma Martin Natur berichteten von Erfahrungen zur Stärkung eines öko-sozialen Beschaffungswesens sowie Schritten auf dem Weg zu einer sozial und ökologisch gerechten Schuh- und Lederproduktion.

Projektreferentin Marie-Luise Lämmle resümierte zufrieden: „Die Unternehmen begrüßten das Vorhaben, in den nächsten Ausschreibungen eine konkrete Berücksichtigung von öko-sozialen Kriterien vorzunehmen. Alle Teilnehmenden brachten sich sehr zielführend in die Diskussion zu konkreten Nachweismöglichkeiten einer sozial und ökologisch gerechten Produktion ein. Und auch die Rückmeldungen zeigten: Der Kreis der Willigen und von der Machbarkeit Überzeugten hat sich erweitert und damit ein hervorragendes Fundament für die nächsten Ausschreibungen geschaffen.“

An dem Bieterdialog nahmen auch beschaffungsverantwortliche Mitarbeiter_innen aus den Städten Aachen, Bonn, Duisburg, Oberhausen, Solingen und Stuttgart teil. Zudem waren Vertreter_innen von New Trade NRW anwesend. Sie werden die Erkenntnisse aus der Veranstaltung an anderen Stellen in NRW sowie darüber hinaus für eine faire öffentliche Beschaffung einsetzen.

Haben Sie Interesse an dem Protokoll des Bieterdialogs? Dann schreiben Sie eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

 


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