Nachrichten und Berichte

07.09.2016: Macht das Textilbündnis noch Sinn?

Wenn sich an den verheerenden Produktionsbedingungen in der Modeindustrie grundsätzlich etwas ändern soll, benötigen wir gesetzliche, verbindliche Vorgaben. Diese sollen deutsche und europäische Unternehmen verpflichten, auf die Einhaltung von Sozialstandards entlang ihrer gesamten Lieferkette zu achten. Kommen sie ihrer Sorgfaltspflicht nicht nach, müssen Sanktionen folgen. Nur wenn Unternehmen für die Verletzung von Menschenrechten und Arbeitsstandards bei ihren Produzenten zahlen, sind Katastrophen wie Rana Plaza vermeidbar.

Diese Position vertritt FEMNET weiterhin. Zusätzliche freiwillige Maßnahmen von Unternehmen sieht die Frauenrechtsorganisation als Ergänzung zu gesetzlichen Regeln. Seit nunmehr zwei Jahren arbeitet FEMNET daher aktiv im Bündnis für nachhaltige Textilien, kurz Textilbündnis, mit, das der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Gerd Müller initiiert hat. Ziel ist ein Aktionsplan für eine nachhaltige textile Lieferkette.

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30.08.2016: Klage wegen Fabrikbrand bei KiK-Zulieferer: Landgericht Dortmund: Betroffene aus Pakistan erhalten Prozesskostenhilfe im Verfahren gegen KiK

Saeeda Khatoon und Nasir Mansoor berichten vom Leid und vom Kampf der Betroffenen des Fabrikbrandes in Pakistan. Foto: © Holger Priedemuth Saeeda Khatoon und Nasir Mansoor berichten vom Leid und vom Kampf der Betroffenen des Fabrikbrandes in Pakistan. Foto: © Holger Priedemuth Gerechtigkeit für 260 Tote und 32 Verletzte: Das fordern die Überlebenden und Hinterbliebenen der Brandkatastrophe in der Textilfabrik Ali Enterprises in Karachi (Pakistan). Vier von ihnen reichten im März 2015 beim Landgericht Dortmund Klage gegen den deutschen Textildiscounter KiK ein. KiK war, nach eigenen Angaben, Hauptkunde der im September 2012 abgebrannten Fabrik. Heute hat das Gericht entschieden: Es sieht sich zuständig und die Kläger erhalten Prozesskostenhilfe. Diese Entscheidung ist der erste Schritt, damit ein Fall von Menschenrechtsverletzungen durch deutsche Unternehmen im Ausland auch vor einem deutschen Gericht verhandelt wird.

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FEMNET auf HUGO BOSS Hauptversammlung am 19. Mai 2016

Hugo Boss JeanslabelsAm 19. Mai 2016 fand in Stuttgart die Hauptversammlung von HUGO BOSS statt. FEMNET hatte einen Gegenantrag zur Nichtentlastung des Vorstands für die Aktionärsversammlung von HUGO BOSS eingereicht. FEMNETs Vorstandsvorsitzende Gisela Burckhardt stellte als kritische Aktionärin den Gegenantrag und sprach zusammen mit Dr. Anibel Ferus-Comelo aus Indien auf der Versammlung. Außerdem wurde das Auditverfahren von HUGO BOSS thematisiert.

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16.10.2015: 1 Jahr Bündnis für nachhaltige Textilien und zur Umsetzung öko-sozialer Standards in der globalen Lieferkette

1. Jahr Textilbündnis 2015. Foto: © Andrea Burckhardt, GIZ1. Jahr Textilbündnis 2015. Foto: © Andrea Burckhardt, GIZAm 16.10.2015 fand ein Jahr nach der Gründung die Mitglieder­versammlung des Bündnisses für nachhaltige Textilien statt.

Die Kampagne für Saubere Kleidung, FEMNET und weitere Träger­organisationen sind Mitglied im Textilbündnis. In einem aktuellen Statement erläutern sie weshalb sie sich an dem Bündnis beteiligen.

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13.10.2015: FEMNET beteiligt sich an Anhörungen zum nationalen Aktionsplan 'Wirtschaft und Menschenrechte'

FEMNET unterstützt als Mitglied von CorA das Positionspapier Wirtschaft und Menschenrechte - Erwartungen an einen deutschen Aktionsplan (PDF-Datei).

Gisela Burckhardt hat am 01.10.2015 bei einer der 12 Anhörungen, die im Rahmen der Erarbeitung eines nationalen Aktionsplans unter Federführung des Auswärtigen Amts stattfinden, einen Beitrag zum Thema Transparenz und Berichtspflichten gehalten.

 


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