Foto: © Pat Röhring

Foto: © Regina Weidental

Foto: © FEMNET e.V.

Foto: © FEMNET e.V.

Bundesweiter Einkaufsführer

Prev Next

Webseite durchsuchen:

Fair Fashion Guide

Download des Fair Fashion Guides als PDF-Datei

Aktuelle Downloads

Buy Good Stuff Köln

siegel-flyer-2014-kl

Faire Mode Einkaufsführer für Bonn

Wir unterstützen FEMNET e.V.

Hannes Jaenicke

Hannes Jaenicke. Foto: © Carsten Sander

Weiterlesen...

Unser Newsletter

Mit unserem Newsletter informieren wir Sie in unregelmäßigen Abständen über unsere aktuellen Projekte und Themen.

Blog: Modefairarbeiten.de

Blog 2015

FEMNET verpflichtet sich zu Transparenz gemäß der Initiative Transparente Zivilgesellschaft

05.07.2017: Explosion in einer Textilfabrik in Bangladesch mit Toten und Verletzten verdeutlicht, warum die Sicherheits­über­prüfung von Heizungskesseln Teil des Bangladesch Accord sein muss

Feuerschutzequipment. Foto: copy; Pieter van de BoogertFeuerschutzequipment. Foto: © Pieter van de Boogert Berlin. In der Multifabs Ltd. Fabrik in Bangladesch explodierte am Dienstag, 4. Juli 2017, ein Heizungskessel. Dabei wurden mindestens 10 Menschen getötet und viele weitere verletzt. Die Explosion war so heftig, dass Teile der Fabrik einstürzten. Die Fabrik ist Teil des Abkommen für Brandschutz und Gebäudesicherheit (Accord). Die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) ruft daher die am Accord beteiligten Unternehmen dazu auf, die Sicherheitsprüfung von Heizungskesseln sofort in die Sicherheitsinspektionen der Fabriken mitaufzunehmen.

Erste Nachforschungen ergaben, dass folgende Unternehmen Einkäufer bei Multifabs Ltd. sind Aldi Nord, Aldi Süd, Metro AG, Takko, Dansk Supermarked, Lindex, Stockmann. Weitere Unternehmen, die die Fabrikwebseite als Kunden aufführt sind: Gorfactory, HFG, Hubermasche, Littlewoods, Mitsubishi Corporation Fashion, Newbody, Rex Holm, ScanWear, Seppälä und Zolla.

Der tragische Vorfall verdeutlicht welche Gefahr durch die mangelhafte Wartung und Überprüfung von Heizungskesseln ausgeht. Die Prüfung von Heizungskesseln ist bisher nicht Teil des Accord on Fire and Building Safety. Dieser sieht bisher nur vor, dass der Heizungskesselraum feuersicher und vom Rest der Fabrik getrennt sein muss. Feuersichere Heizungsräume allein reichen nicht aus, denn die Explosion eines defekten Heizungskessels, wie bei Multifabs am Dienstag kann so heftig sein, dass Wände einbrechen und sich so das Feuer ungehindert ausbreiten kann.

Die NGOs, darunter die CCC, die als Zeuginnen die Umsetzung des Accord begleiten, sprechen sich seit 2014 für eine Erweiterung der Inspektionen aus, um auch Heizungskessel mit abzudecken. Es sollte nicht immer erst zu tragischen Unfällen wie Rana Plaza und Tazreen, in der Textilindustrie kommen, bevor Unternehmen Maßnahmen für mehr Sicherheit in den Fabriken einleiten. Der gerade verlängerte Accord muss auch die Überprüfung anderer Gefahrenquellen in sein Programm mit aufnehmen. Dazu gehören defekte Stromgeneratoren, Gasleitungen, und Lastenaufzüge.

Multifabs Ltd. ist ebenfalls Zulieferer von Mitgliedern der Alliance for Bangladesh Worker Safety (eine Unternehmensinitiative von US-amerikanischen und kanadischen Unternehmen). Die Alliance sieht ebenfalls keine Überprüfung von Heizungskesseln vor. Die Regierung von Bangladesch, Markenunternehmen des Accord und der Alliance, sowie Fabrikeigentümer tragen Verantwortung für die Entschädigung der Opfer der Multifabs Ltd Explosion und müssen sämtliche Behandlungskosten übernehmen.

Erst letzte Woche wurde beschlossen, den Accord nach Ablauf 2018, für weitere drei Jahre zu verlängern. Die CCC fordert mit Nachdruck, dass alle Unternehmen die in Bangladesch produzieren dieses Abkommen unterzeichnen, um weitere Katastrophen zu verhindern.

Weitere Informationen:

 

Kontakt:

Laura Ceresna-Chaturvedi, Kampagne für Saubere Kleidung Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: +49-30-420820252, Mobil: +49-1636839353
Gisela Burckhardt, FEMNET, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Mobil: Tel. 01520-1774080

 


Powered by JS Network Solutions