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FEMNET-Newsletter Nr. 1 - Februar 2012

NEWSLETTER Nr. 1

Inhalt:

  • Aktuelles aus unserer Arbeit
    • Marokkanische AktivistInnen zu Gast in Düsseldorf
    • Neue Entwicklungen zum Thema Unternehmensverantwortung
    • Buch Mythos CSR als Download verfügbar
    • Solidaritätsfonds
    • TV-Berichte und Interviews
  • Frauenrechte weltweit
    • Nicaragua: Neues Gewaltschutzgesetz
    • UN-Menschenrechtsrat und Lesbenrechte
    • Blumengütesiegel im Umbruch
  • Post aus...Aserbaidschan
  • Veranstaltungstipps
  • FairSchnitt auf Modenschau in Bielefeld
  • Menschenrechte - Frauenrechte - Arbeitsrechte in Hannover
  • Surftipps
  • Impressum
FEMNET-Logo

Guten Tag,

heute erhalten Sie den ersten Newsletter des Vereins FEMNET e.V. Wir möchten in loser Folge über unsere Arbeit sowie aktuelle Themen und Entwicklungen informieren. Über Anregungen oder Ideen für Beiträge, Veranstaltungen oder Surftipps freuen wir uns.
Viele Spaß beim ersten Lesen!

Gisela Burckhardt, Ines Holthaus und Anna Hoff

 

Aktuelles aus unserer Arbeit

Marokkanische AktivistInnen zu Gast in Düsseldorf

 

Am 1. Februar waren das FEMNET-Projekt Fair-Schnitt und die Kampagne für Saubere Kleidung zusammen mit zwei marokkanischen AktivistInnen an der privaten Akademie Mode & Design (AMD) in Düsseldorf. Im Rahmen ihrer Rundreise zum Thema verantwortliche öffentliche Beschaffung berichteten Naima Naim und Lamyae Azouz vor Studierenden über die Arbeitsbedingungen in marokkanischen Bekleidungsfabriken. Als ehemalige Näherinnen setzen sich für die Rechte der Beschäftigten ein.

Die Studierenden waren von der Veranstaltung sehr beeindruckt und bewegt. Im Modeblog der Studierenden ist der Bericht "Spagat zwischen Mode und Moral" zur Veranstaltung nachzulesen. Gezeigt wurde auch der Dokumentarfilm: "Den Faden verlieren" über schmutzige Arbeitsbedingungen vor den Toren Europas im Auftrag unserer Städte und Gemeinden. Er entstand zusammen mit der Studie "Made in Marokko" die das System der öffentlichen Beschaffung von Arbeitsbekleidung in Europa und die Probleme der prekären Arbeitsbedingungen am Beispiel des Lieferlandes Marokko darstellt. Der Film auf DVD ist im Sachsen kauft fair-Büro des ENS für 10,00 EUR inkl. Versand bestellbar.

Neue Entwicklungen zum Thema Unternehmensverantwortung

Zum Thema Unternehmensverantwortung wurden in den vergangenen Monaten wichtige internationale Regelwerke von den Vereinten Nationen und der EU verabschiedet. Der UN-Menschenrechtsrat verabschiedet zum Beispiel UN-Leitprinzipien zur menschenrechtlichen Verantwortung von multinationalen Konzernen. Diese fordern Unternehmen auf, die Folgen ihres Handelns im Vorfeld abzuschätzen und sicherzustellen, dass kein Schaden (an Natur und Menschen) angerichtet wird.

Am 25.10.2011 hat die EU-Kommission ihre neue Strategie zu CSR - gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen - verabschiedet und bezieht sich darin auf die UN-Leitprinzipien. Die neue Strategie für die Jahre 2011-14 ist insofern bemerkenswert, weil die CSR-Definition der EU weit reichender ist als die deutsche, die im Oktober 2010 beschlossen worden waren.

Gemeinsam mit der Kampagne für Saubere Kleidung und dem Netzwerk CorA beteiligt dich FEMNET e.V. an der Transparenzinitiative für eine Offenlegungspflicht der Lieferkette von Unternehmen.

Die Bundesregierung nimmt mit ihrer Politik der reinen Freiwilligkeit bei der Offenlegung von Informationen innerhalb der EU einen sehr unternehmensfreundlichen Standpunkt ein. Die EU plant dagegen, die Unternehmen auch gesetzlich zu der Offenlegung der Lieferkettendaten zu verpflichten. CSR-Berichte und CSR-Kommunikation dienen noch immer eher der Imagepflege, als einer ehrlichen und offenen Rechenschaftslegung. Wir fordern von der Bundesregierung die Einführung gesetzlicher Offenlegungspflichten zur Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen, um diese zu gesellschaftlich verantwortlichem Verhalten zu bewegen.

 

Buch Mythos CSR jetzt komplett als
Download verfügbar

Titel des Buches Mythos CSR

Der 250 Seiten umfassende Sammelband zum Thema Mythos CSR widmet sich der Frage von Unternehmensverantwortung zwischen Freiwilligkeit und Regulierung in globalen Lieferketten. Der Band zeigt die Lücken bei der staatlichen Schutzpflicht in Deutschland/Europa auf und fragt nach der Wirkung von CSR Maßnahmen von Unternehmen auf die Arbeitsbedingungen. Auch das Thema Transparenz und Berichtspflichten von Unternehmen wird in mehreren Artikeln erläutert. Im letzten Kapitel werden aufgrund der erstellten Analyse die Forderungen an die Bundesregierung dargestellt, damit Unternehmen ihrer Sorgfaltspflicht und der Staat seiner Schutzpflicht nachkommen.

 

Erste Spenden für Solidaritätsfonds eingegangen

Der Ende 2011 von FEMNET e.V. eingerichtete Solidaritäts-Fonds für Näherinnen hat erste Spenden erhalten Vielen Dank dafür! Damit können wir die Arbeit der Nationalen Textilarbeitergewerkschaft (NGWF) in Bangladesch und von Munnade in Indien unterstützen. Informieren Sie sich über diese beiden Projekte. Über weitere Zahlungseingänge freuen wir uns natürlich.

TV-Berichte und Interviews

FEMNET-Vorstandsfrau Dr. Gisela Burckhardt und die Fair-Schnitt-Projektreferentin Steffi Holz wurden in den vergangenen Wochen mehrfach für TV- und Radiosendungen als Expertinnen zum Thema Unternehmensverantwortung und Produktions- sowie Arbeitsbedingungen von Textilarbeiterinnen in Zulieferbetrieben interviewt. Eine Zusammenstellung dieser Beiträge finden Sie im Pressebereich auf unserer Homepage.

 

Frauenrechte weltweit

Nicaragua: Neues Gesetz gegen Gewalt an Frauen verabschiedet

Am 26. Januar 2012 verabschiedete das nicaraguanische Parlament mit großer Mehrheit ein neues Gesetz gegen Gewalt an Frauen, das härtere Strafen für die Täter, aber auch Präventionsmaßnahmen und Hilfen für die Opfer vorsieht. Dies ist ein großer Erfolg für die nationalen Frauenorganisationen, die mit ihrer Arbeit das Problem der geschlechtsspezifischen Gewalt immer wieder betont hatten. Das Gesetz definiert verschiedene Formen von Gewalt gegen Frauen als neue Straftatbestände, einschließlich des Frauenmordes (Feminizid), psychischer und physischer Gewalt und des Frauenhasses und erhöht die Strafmaße. 

Sitzung des UN-Menschenrechtsrates diskutiert Studie zu Rechten von Lesben - neuer UN-Bericht zur Aktivitäten gegen Gewalt an Frauen

Auf seiner vierwöchigen 19. Sitzungsperiode wird sich der UN-Menschenrechtsrat in einem Panel am 07. März 2012 mit einer vom UN-Hochkommissar für Menschenrechte vorgestellten Studie befassen, die die weltweit diskriminierenden Gesetzgebungen und Praktiken sowie Gewaltakte gegen Individuen aufgrund sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität dokumentiert. Diese Studie ist die erste Zusammenstellung nach den Yogyakarta-Prinzipien, die eine systematische Gesamtschau auf die Menschenrechtsgewährleistung für Lesben, Schwule Bisexuell und Transgender (LGBT), durchdeklinieren. Diese formulierten Anforderungen, an die bestehenden und völkerrechtlich bindenden Menschenrechtsstandards in Bezug auf sexuelle Minderheiten. Außerdem stellt UM-WOMEN die Aktivitäten des UNO-Funds zur Beseitigung der Gewalt an Frauen vor.

Blumengütesiegel im Umbruch

Nicht nur in der Textilindustrie, auch in der Blumenindustrie arbeiten Frauen unter menschenunwürdigen Bedingungen. Deutschland ist der viertgrößte Schnittblumenmarkt der Welt. Im Einzelhandel werden pro Jahr ca. 3,2 Milliarden Euro für Blumen ausgegeben. Auch hier gibt es Gütesiegel, die Verbraucherinnen und Verbrauchern einen Orientierungshilfe beim Blumenkauf sein sollen. Um Blumen unter sozialen und umweltschutzrechtlich korrekten Bedingungen zu produzieren, werden Standards beschlossen und diese müssen regelmäßig überprüft werden.

Das Flower Lable Programm ist neben dem Fair Trade Lable das bekannteste Blumenlabel in Deutschland. Da der Verein aufgrund finanzieller Probleme die unabhängige Überprüfung der zertifizierten Hersteller derzeit nicht garantieren kann, könnte es zu missbräuchlicher Verwendung des Labels kommen. Grund für die finanziellen Probleme war eine große Zahl von Austritten und Dezertifizierungen von FLP-Betrieben. Mit Wirkung zum 31. 12.2011 sind FIAN Deutschland, FIAN Österreich, Brot für die Welt, terre des hommes und das Eine Welt Zentrum Herne als Nichtregierungsorganisationen (NGO) und die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) als Gewerkschaft aus dem Flower Label Program e.V. (FLP) ausgetreten. Die NGOs empfehlen das FairTrade Siegel derzeit beim Blumenkauf zu beachten.

 

Post aus.... Aserbaidschan

Während zurzeit beim Begriff Baku viele Deutsche an den nächsten Eurovision Song Contest denken mögen, berichtet unser Mitglied Dr. Melanie Krebs von alltäglichen Begegnungen und Anekdoten aus der aserbaidschanischen Hauptstadt. Sie lebt dort zeitweise.

„In Aserbaidschan haben wir kein Gender-Problem. Wir Frauen sind gleichberechtigt", erklärt mir eine Kollegin von der Bakuer Universität „Wir sind kein islamisches Land." Die Aussage ist aus mehreren Gründen interessant: Zum ersten geht sie davon aus, dass es nur in islamischen Ländern Gender-Probleme (was auch immer das im Detail sei) gibt und sie erklärt ihr traditionell durchaus muslimisches Land als nicht „islamisch" – ein typisch aserbaidschanischer Satz um sich von „wirklich islamischen" Ländern wie dem benachbarten Iran abzugrenzen..."

 

Veranstaltungshinweise

FairSchnitt auf Modenschau in Bielefeld

Im Rahmen der Reihe "Anständig Geld verdienen - ethische Kriterien des Wirtschaftens" der WEGE mbH Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bielefeld und der Wirtschaftsinitiative Mikrounternehmen (WIM eG) ist FairSchnitt am 28. Februar zu Gast in Bielefeld. Projektreferentin Steffi Holz hält den Vortrag: "Schick um jeden Preis - Arbeitsbedingungen in der globalen Textilindustrie"

Menschenrechte - Frauenrechte - Arbeitsrechte in Hannover

Alle Jahre wieder schmieden Frauen aus Hannover das Bündnis zum Internationalen Frauentag und treten mit einem vielfältigen Programm in die Öffentlichkeit. Mit dabei ist zur Auftaktveranstaltung am 2. März Steffi Holz mit einem Vortrag über Fair-Schnitt und die Situation von Arbeiterinnen in der Bekleidungsindustrie.

 

Surftipps

Neues Online-Portal: www.gruenemode.org

Um Klarheit für VerbraucherInnen zu schaffen, hat die Christliche Initiative Romero (CIR) bedeutende Modelabels wie Kuyichi und Hess Natur, die sich laut eigener Aussage einer sozial und ökologisch fairen Mode verschrieben haben, kritisch unter die Lupe genommen, sowie Siegel und Zertifikate auf dem Modemarkt, darunter Oeko-Tex und Fair Wear Foundation, hinsichtlich ihrer Kriterien und Glaubwürdigkeit untersucht. Das neue Online-Portal der CIR informiert ab sofort detailliert über die interessanten Ergebnisse.

Impressum

FEMNET e.V.
feministische Perspektiven auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
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53229 Bonn

Tel. +49 (0)228-94499682
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Vorstand: Dr. Gisela Burckhardt, Ines Holthaus, Anna Hoff
Redaktion und verantwortlich im Sinne § 5 TMG: Ines Holthaus
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Aktenzeichen VR 27200 B beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg

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