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FEMNET verpflichtet sich zu Transparenz gemäß der Initiative Transparente Zivilgesellschaft

FEMNET-Newsletter Nr. 4 - Juni 2013

Guten Tag,

in den vergangenen Wochen stand die Arbeit von FEMNET e.V. stark unter dem Vorzeichen des Einsturzes eines Hochhauses mit fünf Textilfabriken in Savar, Bangladesch am 24.04.2013. Ein Schwerpunkt dieses Newsletters sind daher die Nachrichten rund um die Geschehnisse, die Verantwortung auch deutscher Unternehmen für die Arbeitsbedingungen in Bangladesch sowie ein Spendenaufruf für die bangladeschische Textilarbeitergewerkschaft, mit denen wir seit Jahren kooperieren.

Aber auch die anderen Arbeitsfelder von FEMNET möchten wir beleuchten. So hat das Projekt FairSchnitt große Etappenziele erreicht und wir entwickeln unsere Infomaterialien weiter.

Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre!

Das FEMNET-Team!

FEMNET-Logo

Inhalte:

1. Aktuelle Ereignisse und Nachrichten aus Bangladesch
2. Aus der Arbeit der Kampagne für Saubere Kleidung
3. Aus der Arbeit des Netzwerkes für Unternehmensverantwortung (CorA)
4. FairSchnitt: Projektinformationen
5. FEMNET-Publikationen
6. Termine
7. Hinweis auf Mitgliedschaft und Spenden
Impressum

Aktuelle Ereignisse und Nachrichten aus Bangladesch

Einsturz des Rana Plaza Gebäudes mit fünf Fabriken

Stop fatal fashionAm 24. April 2013 stürzte das Rana Gebäude in Savar, in der Nähe von Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch ein und begrub so über 1.100 Tote, vor allem Näherinnen aus den fünf im Gebäude befindlichen Fabriken unter sich. Es gibt über 1.500 Verletzte, viele mit Bein- und Armamputationen. Dieses Unglück ist der traurige Höhepunkt mehrere großer tragischer Ereignisse in Bangladeschs Textilfabriken. Unter den Trümmern wurden Textilien gefunden, die auch für das deutsche Unternehmen KiK produziert wurden.

Der Fabrikeinsturz zeigt erneut, dass die freiwilligen Selbstverpflichtungen der Unternehmen darin versagt haben, das Leben der ArbeiterInnen zu schützen. FEMNET fordert Entschädigungen und einen verbindlichen Brand- und Gebäudeschutz! Über 1 Millionen Menschen haben in einer Petition Verbesserungen für die Arbeiterinnen durch ein Brandschutzabkommen gefordert.
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Talkshow Günther Jauch am 26.5.2013 mit FEMNET Vorsitzender Gisela Burckhardt

31 Unternehmen unterzeichnen das Gebäude- und Brandschutzabkommen

fabric-fireBis zum 16.5.2013 haben 31 Unternehmen zugesagt, das Abkommen für Gebäudesicherheit und Brandschutz in Bangladesch zu unterzeichnen. Mehr als 1.000 bangladeschische Fabriken sind damit Teil des Verbesserungsprogramms. Eigentlich sollte Brandschutz und Sicherheit eine Selbstverständlichkeit sein. Seit eineinhalb Jahren bemühte sich FEMNET im Rahmen der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) in Gesprächen C&A, KiK, Metro und Lidl zu überzeugen, dem Abkommen beizutreten – nichts geschah – nur Tchibo unterschrieb. Erst der Gebäudeeinsturz in Savar und der große mediale Druck, sorgten dafür, dass nun einige bereit sind zu unterschreiben.
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FEMNET-Pressespiegel zu den Geschehnissen

 

C&A und andere Unternehmen machen endlich Zusagen die Opfer einer Brandkatastrophe nach internationalen Standards zu entschädigen

Am 15. April fanden in Genf Entschädigungsver-handlungen für die Opfer des Tazreen-Brandes in Bangladesch statt. Das Feuer in der Tazreen Fabrik am 24.11.2012 hatte 112 Tote zur Folge, wieder vor allem junge Frauen. Die Notausgänge waren blockiert, die Frauen verbrannten und erstickten. Viele internationale und deutsche Label ließen dort produzieren. Erst nach längerem Drängen sagte nun auch C&A zu, die Opfer angemessen nach internationalen Standards und nicht nach eigenem Ermessen zu entschädigen und mit den Gewerkschaften vor Ort zu verhandeln. Die US-amerikanischen Firmen Walmart, Sears/Kmart und Disney weigern sich weiterhin, Entschädigungen zu zahlen.
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Spendenaufruf für den FEMNET-Solifonds

2013-04-25-Einsturz-SavarAm 20. Mai erreichte uns per E-Mail eine dringende Bitte von Amirul Haque Amin, dem Präsidenten der NGWF, der Nationalen Textilarbeitergewerkschaft in Bangladesch. Mit der NGWF arbeitet FEMNET e.V. seit Jahren zusammen und die Gewerkschaft ist eine von zwei Organisationen, für die wir über unseren Solidaritätsfonds Spenden sammeln.

Herr Amin berichtet, dass durch den Fabrikeinsturz in Savar 42 NGWF-Mitglieder starben, 59 schwer und 34 leicht verletzt wurden und 51 Mitglieder weiterhin vermisst werden. Er bittet uns um finanzielle Unterstützung für die NGWF, um die vielfältigen Aufgaben bewältigen zu können:
1. Die Unterstützung der Hinterbliebenen und Verletzten sowie die Sicherstellung ihrer medizinischer Versorgung
2. Der Verhandlung nach Entschädigungszahlungen und Hinterbliebenenrenten
3. Den Kampf um sichere Arbeitsplätze
4. Der Unterstützung der Arbeiter_innen, die nun wegen der Fabrikschließungen aus Sicherheitsmängeln ihren Arbeitsplatz verloren haben und denen der ausstehende Lohn zum Teil vorenthalten wird. (Die Regierung hat bereits 22 Fabriken aus Sicherheitsmängeln kurzfristig geschlossen)
Wenn Sie die Arbeit der NGWF unterstützen wollen, so können Sie dies durch eine Spende an den
FEMNET-Solidaritätsfonds:
GLS Bank, BLZ, 430 609 67,
Konto-Nr. 300800800, Stichwort Solifonds NGWF
Vielen Dank!

 

Aus der Arbeit der Kampagne für Saubere Kleidung

H&M-Werbung ist ein Schlag ins Gesicht unterernährter Näherinnen in Kambodscha

start-paying-living-wages-2013Die von H&M lancierte Werbekampagne “Conscious Collection“ steht in krassem Gegensatz zur Arbeitsrealität in Asiens Textilfabriken. Allein in Kambodscha sind seit 2010 mehr als 2400 Näherinnen ohnmächtig zusammengebrochen, mehrere Hundert davon in H&M-Zulieferbetrieben. FEMNET e.V. fordert zusammen mit der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) deshalb vom Branchenleader die Zahlung von Existenzlöhnen.
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Arbeit der Discounter AG beendet: ein Fazit

Im April 2013 endete die dreijährige Arbeit der Discounter AG der Kampagne für Saubere Kleidung. In den vergangenen Jahren konnten zahlreiche Erfolge erzielt und Meilensteine erreicht werden. FEMNET e.V. wurde durch Gisela Burckhardt in der AG vertreten und sie hat viele der Aktionen initiiert und durchgeführt.
Lesen Sie ihr Fazit …

Aus der Arbeit des Netzwerkes für Unternehmensverantwortung (CorA)

FEMNET unterstützt Positionspapier Wirtschaft und Menschenrechte

In einem am 24.4.2013 veröffentlichen Positionspapier haben das CorA-Netzwerk und das Forum Menschenrechte gemeinsam mit 28 Organisationen, darunter FEMNET e.V. ihre Erwartungen an die Bundesregierung und den Bundestag an einen Aktionsplan zu Wirtschaft und Menschenrechten niedergelegt. Unsere Forderungen lauten, dass die Bundesregierung den Unternehmen eine Sorgfaltspflicht gesetzlich vorschreiben muss, damit sie die Auswirkungen ihrer Tätigkeit in der gesamten Lieferkette erfassen und Vorsorge treffen. Auch die Einführung einer Berichtspflicht gehört dazu.
Link zur Pressemitteilung von CorA
Link zum Positionspapier

Berichtspflicht für Unternehmen gefordert

Aktion am 10.12.2012Seit über einem Jahr setzt sich FEMNET dafür ein, dass Unternehmen jährlich über die Auswirkungen ihrer Tätigkeit auf Menschen und Umwelt in der Lieferkette berichten sollen. Hierzu fand auch die Aktion vor dem Reichstag im Dezember 2012 statt.  Die EU-Kommission hatte einen Entwurf zur Offenlegung von nicht-finanziellen Informationen durch Unternehmen angekündigt. Aber Unternehmensverbände kritisierten die Einführung einer Berichtspflicht massiv, denn ihr Credo ist: Keine Verpflichtungen! Die EU-Kommission legte am 17.4.2013 endlich einen Entwurf vor, der sehr weich gespült und wenig konkret ist. FEMNET beteiligte sich an der Erstellung der kritischen Stellungnahme zum Vorschlag der EU-Kommission
Link zur Stellungnahme

 

FairSchnitt: Projektinformationen

Projekt-Homepage online

fairschnitt-screen-hpDas FEMNET-Projekt ‚FairSchnitt – Studieren für eine sozialgerechte Modeindustrie‘ hat seit einigen Wochen eine eigene Homepage. Unter der Webadresse www.fairschnitt.org informieren wir zur Projektarbeit, stellen Kurznachrichten zusammen und präsentieren unsere Bildungsangebote.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Frisch serviert: die Materialiendatenbank zu Kleidung von FairSchnitt – schauen Sie vorbei!

Die Jeans reist um die Welt und Altkleider zerstören lokale Märkte in Afrika. Welche Möglichkeiten gibt es, Unternehmen zur Verantwortung zu ziehen, Verbraucher/innen zu kritischem Konsum zu motivieren und Modedesigner/innen ihre Handlungsmöglichkeiten bewusst zu machen? Die Materialsammlung von FairSchnitt bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über aktuell verfügbare Materialien, Studien, Filme, Ausstellungen etc. zum Thema Kleidung, sortiert nach Themen, Zielgruppen und Medien und mit einer zusätzlichen Schlagwortsuche. Die Datenbank wird regelmäßig aktualisiert und erweitert.
Schauen Sie vorbei, stöbern Sie herum, informieren Sie sich und lassen Sie sich anregen, die Informationen weiterzutragen!
Jetzt recherchieren…

FairSchnitt-Bildungsangebote

Hochschul-Workshop
FairSchnitt-Projektreferentin Cornelia Korte führte auf Einladung der Akademie Mode und Design (AMD) Berlin im April einen Workshop im Rahmen der Frühjahrsakademie zum Thema ‚Für bessere Arbeitsbedingungen – Multistakeholder-Initiativen in der Bekleidungsindustrie‘ durch.
Der ausführliche Bericht zum Workshop in Berlin

Bildungs-Module und Multiplikator_innen-Training

multitrainingEnde April fand der erste FairSchnitt-Multiplikator_innen-Workshop statt. 19 eigens ausgewählte Teilnehmer_innen aus ganz Deutschland kamen für die zweitägige Veranstaltung nach Bonn. Die späteren Multiplikator_innen durchlaufen insgesamt vier Workshops zu zwölf Themenbereichen und sollen später Veranstaltungen an Hochschulen zu den FairSchnitt-Projektthemen durchführen.  Während des 1. Workshops erhielten die Teilnehmer_innen Informationen über drei von derzeit zwölf Bildungs-Modulen, die von Expert_innen erstellt werden.
Zur Übersicht der Themen der Bildungs-Module

 

 

 

FEMNET-Publikationen

Öko-fairer Einkaufsführer für Kleidung in Bonn in Vorbereitung

Seit mehreren Monaten trifft sich eine Gruppe von Interessierten in Bonn, um einen öko-fairen Einkaufsführer zu erstellen, der Ende 2013 erscheinen soll. Die Bekleidungsgeschäfte in Bonn und Umkreis werden befragt, ob und welche öko-fairen Kleider sie im Sortiment haben. Dies soll ein Anreiz darstellen, damit mehr Geschäfte das Interesse von Kundinnen an fairer Kleidung wahrnehmen. Der Führer wird auf einer größeren Veranstaltung mit einem Rahmenprogramm zusammen mit der Stadt Bonn vorgestellt werden.
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Neue Flyer für die Öffentlichkeitsarbeit

Alles neu macht der Mai: in Kürze stellen wir drei Selbstdarstellungsfaltblätter in neuem Layout vor: Allgemeine Informationen zum Verein FEMNET und je ein Porträt des FairSchnitt-Projekts und der Solidaritätsfonds liegen dann vor. Wir freuen uns über entsprechende (Groß-) Bestellungen der Faltblätter, um unsere Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen.

 

Post aus Indien: Eindrücke aus der Arbeit bei CIVIDEP und Munnade

Theresa Utecht studiert Textil- und Bekleidungsmanagement an der Hochschule Niederrhein. FEMNET e.V. hat für sie den Kontakt zu den beiden indischen Organisationen hergestellt, mit denen wir auch im Rahmen des Solidaritätsfonds kooperieren. Theresa wird sechs Monate in Indien bleiben und uns ihre Eindrücke und Erfahrungen beschreiben.
Lesen Sie ihre Blog-Beiträge auf der FEMNET-Homepage.


Termine

Donnerstag, 06.06.13, 19:30 Uhr: Deutsch-Kolumbianische Theaterproduktion in Bonn 
Wiedergutmachung - Innehalten um weitergehen zu können. Eine lebendige Ausstellung
Veranstaltungsort: Rheinisches Landesmuseum Bonn, Colmantstraße 14-16 in Bonn
Veranstalterin: ifz Bonn
Download des Veranstaltungsflyers (PDF-Datei)

Freitag, 06.09.13: Fairhandelsmesse Fa!r 2013 in Dortmund
Gisela Burckhardt beteiligt sich im Rahmen der Fairhandelsmesse Fa!r 2013 in Dortmund an einem Fachforum zum Thema CSR unter dem Arbeitstitel „CSR in der Bekleidungsbranche – mehr als social washing?!“

Donnerstag, 19.09.13: Vortrag „Kleider kosten Leute“ in Ravensburg
Gisela Burckhardt wird einen Vortrag halten zum Thema „Kleider kosten Leute“ in Ravensburg im Museum Humpis auf Einladung des Ev. Bildungswerks Oberschwaben

Samstag 16.11.13: Vortrag „Prima-Klima-Kleidung- Konsum fair durchdacht“ in Ludwigshafen
Anna Hoff wird einen Vortrag auf Einladung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland in Ludwigshafen halten. Geplant ist eine Modenschau mit fair gehandelter und recycelter Kleidung beim Frauenfrühstück mit fair gehandelten Produkten

 

FEMNET e.V. möchte wachsen!

Daher machen wir Sie an dieser Stelle auf die Möglichkeit einer Vereinsmitgliedschaft aufmerksam. Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Tätigkeiten als aktives Mitglied (Frauen vorbehalten) oder als Fördermitglied unterstützen!

Aber auch wenn Sie nicht Mitglied werden wollen, können Sie unsere Arbeit unterstützen: Spenden Sie einfach jeden beliebigen Geldbetrag auf unser Vereinskonto:
GLS Bank, Bankleitzahl: 43060967, Konto–Nr. 300800800.

FEMNET e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der für erhaltenen Spenden und Mitgliedsbeiträge Spendenbescheinigungen ausstellen darf, die steuermindernd sind.

Link zur Beitrittserklärung (PDF-Datei)
Link zu weiteren Spendeninformationen

 

Impressum

FEMNET e.V.
feministische Perspektiven auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
Heidebergenstr. 14
53229 Bonn
Tel. +49 (0)228-94499682
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Vorstand: Dr. Gisela Burckhardt, Ines Holthaus, Anna Hoff
Redaktion: Dr. Gisela Burckhardt, Ines Holthaus
Verantwortlich im Sinne § 5 TMG: Ines Holthaus

Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung.

Aktenzeichen VR 9568B beim Amtsgericht Bonn.


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