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FEMNET verpflichtet sich zu Transparenz gemäß der Initiative Transparente Zivilgesellschaft

FEMNET-Newsletter Nr. 6 - Dezember 2013

Guten Tag,

kurz vor den Feiertagen senden wir Ihnen unseren letzten FEMNET-Newsletter in diesem Jahr.

Das Jahr 2013 war ein tragisches für Bangladesch. Der Einsturz des Rana Plaza Gebäudes war das größte Unglück in der Textilgeschichte.


 

FEMNET-Logo

Trotz der zahlreichen Medienberichten, bei denen auch FEMNET häufig interviewt wurde, warten die Opfer und ihre Familien noch immer auf eine angemessene Entschädigung. Immerhin aber gibt es das Brandschutzabkommen, ein kleines Stück weiter sind wir gekommen.Dank der spontanen Hilfe vieler Spender_innen konnten wir einigen Opfern in Bangladesch in der ersten Not helfen.

Wir werden unser Engagement auch 2014 fortsetzen und bauen auf Sie.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie erholsame Feiertage und alles erdenklich Gute für das neue Jahr.

Herzliche Grüße vom FEMNET-Team!


Inhalte:

Nachrichten zu Indien

  • Ausbeutung in indischen Spinnereien und Nähfabriken – Erfolgreiche Rundreise vom 18.11. - 03.12.2013
  • Otto und Ernsting’s Family: Ihre Lieferanten beziehen Garn aus einer Spinnerei, wo Frauen unter Sumangali schuften
  • Aktueller Spendenaufruf: Junge Frauen in der indischen Textilindustrie brauchen Ihre Unterstützung
  • Der richtige Weg - Rückblick auf fünfeinhalb Monate Indien

Nachrichten zu Bangladesch und von Kampagne für Saubere Kleidung

  • Ergebnisse der Verhandlungen über die Entschädigung der Opfer von Bangladeschs Textilfabriken sind enttäuschend
  • Kampagne NÄHERINNEN VERDIENEN MEHR. EXISTENZLOHN FÜR ALLE! gestartet

Nachrichten aus dem Verein

  • Öko-faire Einkaufsbroschüre für Bonn erschienen
  • Video-Strategieseminar für NGOs in Hamburg: Aktive für FEMNET-Video gesucht
  • Lebensgewohnheiten ändern und politischen Druck ausüben
  • FEMNET bietet öko-faire Baumwollstofftaschen
  • Post aus: Armenien
  • Termine

Impressum


 

Nachrichten zu Indien

Ausbeutung in indischen Spinnereien und Nähfabriken –
Erfolgreiche Rundreise vom 18.11.-03.12.2013

SumangaliFEMNET e.V. hat vom 18.11. bis 03.12.2013 eine bundesweite Vortrags- und Informationsreise zu dem Thema "Ausbeutung in Spinnereien und Nähfabriken Indiens" durchgeführt. Stationen der Reise waren 12 Städte und acht modebezogene Hochschulen im ganzen Bundesgebiet. Als Referentinnen konnten mit Anita Cheria und Maheshwari Murugan langjährige Mitarbeiterinnen von Nichtregierungsorganisationen in Bangalore und Tamil Nadu gewonnen werden. Sie haben bei öffentlichen Abendveranstaltungen und an Universitäten aus erster Hand über den Themenkomplex berichtet.

Otto und Ernsting’s Family: Ihre Lieferanten beziehen Garn aus einer Spinnerei, wo Frauen unter Sumangali schuften

FEMNET ließ in Tamil Nadu eine Recherche durchführen. Aufgrund von Exportstatistiken stellten wir fest, dass Otto und Ernsting’s Family Waren von Lieferanten beziehen, die ihr Garn aus der Spinnerei Bannari Amman erhalten. Dort  leiden junge Frauen unter dem Sumangali-System (s. unseren aktuellen Spendenaufruf).

Wir haben beide Unternehmen mit diesen Rechercheergebnissen konfrontiert (Briefe als PDF-Dateien). Daraufhin verweisen beide Unternehmen auf ihre Mitgliedschaft bei der Ethical Trading Initiative (ETI), die ein Projekt gegen Sumangali durchführe. Allerdings fand FEMNET heraus, dass es seit 1,5 Jahren keine neuen Informationen über das Projekt gibt und unsere Partner vor Ort klagen darüber, dass sich nichts tut.


Aktueller Spendenaufruf: Junge Frauen in der indischen Textilindustrie brauchen Ihre Unterstützung

Maheshwari Murugan (rechts) mit ehemaligen Sumangali Opfern. Foto:
Gisela Burckhardt, 2013Während der FEMNET-Rundreise berichteten Anita Cheria und Maheswari Murugan über die menschen-unwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen der jungen Frauen in den indischen Spinnereien. Die beiden Frauen arbeiten für die Graswurzel-Organisation READ in Tamil Nadu und Munnade in Bangalore. Diese Organisationen unterstützen die Textilarbeiterinnen bei ihrem Kampf um ihre Rechte.

Beide Organisationen sind dringend auf Spenden angewiesen, um ihre Arbeit weiterführen zu können. FEMNET bietet mit dem Solidaritätsfonds die Möglichkeit die Spendengelder direkt weiterleiten zu können. Wir freuen uns deshalb sehr, wenn Sie mit dem Stichwort 'Indien' für den Fonds spenden.

Lesen Sie unseren aktuellen Spendenaufruf...

 

Der richtige Weg - Rückblick auf fünfeinhalb Monate Indien

Theresa Utecht studiert Textil- und Bekleidungsmanagement an der Hochschule Niederrhein. FEMNET e.V. hat für sie den Kontakt zu zwei indischen Organisationen hergestellt und ihr so einen Praktikumsplatz vermittelt. Sie war vom Anfang März bis Ende August 2013 in Indien und hat uns ihre Eindrücke und Erfahrungen beschrieben.

Lesen Sie nun Theresas Rückschau auf ihre Zeit in Indien...


Nachrichten zu Bangladesch und von der Kampagne für Saubere Kleidung

Ergebnisse der Verhandlungen über die Entschädigung der Opfer von Bangladeschs Textilfabriken sind enttäuschend

Protestaktion von betroffenen Angehörigen und WaisenAm 24. November 2013 jährte sich der Brand in der Tazreen Fabrik in Bangladesch, bei dem vor einem Jahr 112 Menschen, vor allem Frauen, starben. Bis zu 300 Menschen wurden teilweise schwer verletzt. Angehörige und Überlebende warten auch ein Jahr nach der Katastrophe immer noch auf eine angemessene Entschädigung. Deutsche Firmen verhalten sich zu den Forderungen von Gewerkschaften und Arbeitsrechtsorganisationen unzureichend.

Im September 2013 gab es ein vom internationalen Gewerkschaftsdachverband IndustriALL einberufenes Treffen für alle Unternehmen, die von den Unglücken bei Tazreen und Rana Plaza betroffen waren. Nur neun von 28 Unternehmen sind überhaupt erschienen. Es wurde ein Komitee gegründet, das eine Rahmenvereinbarung für die Entschädigungszahlungen an die Hinterbliebenen der Opfer von Rana Plaza und Tazreen verabschiedet hat. Dieses Abkommen haben bisher aber nur wenige Unternehmen wie Primark, Loblaw, Bonmarché und El Corte Inglés unterzeichnet. Unterschrieben haben aber nicht die deutschen Unternehmen KiK, NKD, Adler, Güldenpfenning, Kids for Fashion und auch nicht der weltweit größte US-Einzelhändler Walmart.

Unterstützung von FEMNET für Betroffene

FEMNET e.V. hat im Juli 2013 eine Spende von 5000,- Euro an die von uns unterstützte Gewerkschaft NGWF übergeben. Diese Geldspenden wurden teils in Anwesenheit der FEMNET-Vorstandsvorsitzenden an 434 Opfer von Rana Plaza und Tazreen oder ihre Angehörigen ausgezahlt hat. Ein großes Danke für Ihre Spenden, die das möglich gemacht haben!

 

NÄHERINNEN VERDIENEN MEHR. EXISTENZLOHN FÜR ALLE!

2013-12-11 Button Living-WageEine europaweite Aktionswoche, die Ende Oktober stattfand, bildete den Auftakt der dreijährigen Kampagne für einen Lohn zum Leben von der Kampagne für Saubere Kleidung. Sie umfasst Recherchen in Asien und Osteuropa und macht mit zahlreichen Aktionen auf die Hungerlöhne in der Bekleidungsindustrie aufmerksam. Auch über 50 Unternehmen wurden angeschrieben und gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. FEMNET beteiligte sich daran und schrieb die Discounter Ali, Lidl, KiK und Takko an. Die Ergebnisse werden 2014 veröffentlicht.

Mehr als 13.000 Menschen haben sich schon jetzt gegen Hungerlöhne und für eine faire Bezahlung der Arbeiter_innen in den globalen Textilfabriken stark gemacht. Einem Aufruf im Internet folgten viele Menschen, auch die Zeitschrift Brigitte berichtete darüber. Aktivist_innen der Kampagne für Saubere Kleidung haben die Unterschriften am 22.10.13 an den Gesamtverband Textil und Mode übergeben.

FEMNET unterstützte die Kampagne Lohn zum Leben während der Rundreise der indischen Gäste und wird sich daran auch weiter beteiligen.

Weitere Infos: lohnzumleben.de

 

Nachrichten aus dem Verein

Öko-faire Einkaufsbroschüre für Bonn erschienen

Titel der EinkaufsbroschüreAm 09.12.2013 stellte FEMNET e.V. gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Bonn die neue Broschüre Fair, fair, fair sind alle meine Kleider – Mode aus fairer und ökologischer Produktion in Bonn (PDF-Datei) im Alten Rathaus der Stadt Bonn vor. Sie ist eine aktuelle und attraktive Orientierungshilfe, um durch den Siegel-Dschungel zu finden und öko-faire Kleidung in Bonn kaufen zu können. Fünf Monate lang wurde in über 260 Bonner Modegeschäften eine Befragung von einer Gruppe von Ehrenamtlichen - rund 15 Personen im Alter von 13 bis 70 Jahren - durchgeführt. Sie erkundeten, ob und welche fairen und/oder ökologischen Kleidungsstücke in den einzelnen Geschäften geführt werden.

Lesen Sie mehr zur Broschüre, ihren Befunden und der interessanten Vorstellungsveranstaltung…

 

Video-Strategieseminar für NGOs in Hamburg: Aktive für FEMNET-Video gesucht

Am 05.11.2013 fand in Hamburg ein Video-Strategieseminar für Nicht-Regierungs-organisationen statt, an dem Franziska Gorgas als FEMNET-Mitglied teilnahm. Sie lernte dort das neue Feature von YouTube kennen, das die Möglichkeit einer direkten Spende über ein auf YouTube gezeigtes Video mit nur wenigen Schritten ermöglicht. Franziska Gorkas hat nun die Idee, diese Funktion auch für FEMNET e.V. einzusetzen. Erste Filmideen gibt es bereits.

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Lebensgewohnheiten ändern und politischen Druck ausüben

Anna Hoff (FEMNET e.V.), stellvertretende Vorsitzende von FEMNET, besuchte am 16. November 2013 das Frauenfrühstück der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) in Ludwigshafen, sprach über den Verein und die Arbeitsbedingungen in der globalen Textilindustrie und erlebte rund 100 interessierte und engagierte Frauen.

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FEMNET bietet öko-faire Baumwollstofftaschen

FEMNET-BaumwolltascheRegina Weidental, Modedesign-Studentin an der Hochschule Niederrhein, hat das Motiv für die öko-fairen Tasche von FEMNET entworfen. Die Tasche findet großen Anklang! Wir danken für diese tolle Unterstützung.

Sie trägt die folgenden Siegel:

  • Fairtrade = die Bauern erhielten einen fairen Lohn für die Ernte der Baumwolle und die Verarbeitung in einer Weberei in Indien (Zameen Projekt und Alok Industries)
  • GOTS: Global Organic Textil Standard: das Siegel steht für Biobaumwolle und einen hohen ökologischen Standard

Der Druck wurde in Deutschland von der nach GOTS zertifizierten Textildruckerei Mayer durchgeführt.

Natürlich sind die Kosten für eine solche Tasche höher als bei konventionellen Stofftaschen. Sie liegen bei rund 4,00 Euro pro Stück.

Die Tasche erhalten Sie ab Januar 2014 im FEMNET-Büro und auf unseren Veranstaltungen.

 

Post aus: Armenien

FEMNET-Mitglied Dr. Melanie Krebs berichtet von alltäglichen Begegnungen und Anekdoten aus Armenien. Sie lebt dort zeitweise.

„Es ist eine alte Erkenntnis, dass man selbst nach Jahren Arbeit in einer Region noch vollkommen überrascht werden kann. So einen Moment hatte ich neulich in einem Interview mit einem Vertreter einer armenischen NGO. Eigentlich ging es um die Rechte von Minderheiten, als der freundliche junge Mann eher beiläufig meinte „… und dann noch die ganzen Abtreibungen von Mädchen… da sind wir ja jetzt vor China.“

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Termine

CCC-Aktionstreffen 2014: Einladung für den 07.-08.02.2014 nach Hattingen

2013-12-14
Aktionstreffen tumbnail1Wie auch im vergangenen Jahr führt das Aktionstreffen Aktive und Interessierte der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) zusammen. Dabei stehen der Erfahrungsaustausch und die Entwicklung von Aktionen und Strategien für die kommenden Monate im Vordergrund. Das Treffen 2014 steht unter dem Motto 'Prekär ist nicht fair - menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in der weltweiten Bekleidungsindustrie'. Anmeldeschluss ist der 20.01.2014.

Download des PDF-Flyers...

 

Impressum

FEMNET e.V.
feministische Perspektiven auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
Heidebergenstr. 14
53229 Bonn
Tel. +49 (0)228-94499682
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Vorstand: Dr. Gisela Burckhardt, Anna Hoff, Ines Holthaus
Redaktion und verantwortlich im Sinne § 5 TMG: Ines Holthaus
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Aktenzeichen VR 9568B beim Amtsgericht Bonn.


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