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Blog: Modefairarbeiten.de

Blog 2015

FEMNET verpflichtet sich zu Transparenz gemäß der Initiative Transparente Zivilgesellschaft

FEMNET-Newsletter Nr. 10 - April 2015

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Guten Tag,

für zwei Jahre können wir unser Bildungsprojekt „FairSchnitt: Unterstützung von Modehochschulen bei der verstärkten Integration nachhaltiger Lehrinhalte in den Lehrplan“ an den Modehochschulen mit neuen Schwerpunkten fortsetzen, da uns die Fördermittel vom BMZ und von der Stiftung Umwelt und Entwicklung gebilligt wurden.

Dies ist wiederum nur möglich durch die Spenden von Ihnen, unseren Unterstützer_innen, wodurch wir unseren Eigenanteil an diesen Projekten aufbringen können. Hierfür danken wir Ihnen sehr herzlich!

Dies ermöglicht uns auch, die Öffentlichkeitsarbeit des Projekts zu verbessern. Zusätzlich werden wir ab Mai erstmalig eine Geschäftsführung haben, die die ehrenamtlichen Kräfte entlasten wird.

Dafür haben wir uns aber auch mehr vorgenommen in diesem Jahr: Wir arbeiten beim Textilbündnis des BMZ mit, unterstützen Eilaktionen der Kampagne für Saubere Kleidung wie jetzt zum 2. Jahrestag von Rana Plaza und haben ein Projekt (Schaffung von Kinderkrippen in ausgewählten Bekleidungsfabriken in Indien) mit dem neuen Partner Cividep in Indien begonnen.

Wir werden Sie auf dem Laufenden halten und danken für die tatkräftige Unterstützung.

Herzliche Grüße

Ihr FEMNET-Team

Inhalte:

1. Unsere Kampagnenarbeit im Rahmen von CCC und Cora

  • Zweiter Jahrestag des Einsturzes von Rana Plaza (Bangladesch)
  • Deutscher Fabrikbesitzer entlässt Arbeiter_innen – der Fall BEO (Bangladesch)
  • Hinterbliebene des Brandes bei Ali Enterprise fordern von KiK angemessene Entschädigung (Paktistan)
  • Hinterbliebene aus Pakistan klagen gegen KiK vor deutschen Gerichten
  • Hugo BOSS Kampagne Osteuropa/Türkei
  • Erwartungen an Bundesregierung und EU für eine an Menschenrechten orientierte Handelspolitik

2. Berichte von unseren Partnern aus Bangladesch und Indien

  • NGWF-Demonstration zum 8. März in Bangladesch
  • Bangladesch: Proteste nach Fabrikschließungen
  • Neues FEMNET-Kooperationsprojekt mit CIVIDEP in Indien

3. Arbeit unseres Bildungsprojekts FairSchnitt

  • Femme5 Messe
  • Konferenzdokumentation „Slow Fashion – Fast Fashion“
  • Einsätze der FairSchnitt Multiplikatorinnen

4. Weitere Aktivitäten von FEMNET

  • FEMNET-Stammtisch in Bonn
  • FEMNET-Stammtisch in Berlin
  • FEMNET in den Medien

Termine

Impressum

 

1. Unsere Kampagnenarbeit im Rahmen von CCC und Cora

Zweiter Jahrestag des Einsturzes von Rana Plaza (Bangladesch)

Demo am 24. März 2015. Foto: © NGWFAm 24.4.15 wird sich zum zweiten Mal die Tragödie des Einsturzes des Rana Plaza Gebäudes mit 5 Fabriken jähren. Noch immer warten die Hinterbliebenen und Verletzten auf eine langfristige Entschädigung, einige deutsche Unternehmen wie NKD und Adler haben bisher noch keinerlei Zahlungen in den Entschädigungsfonds unter Leitung der Internationalen Arbeiterorganisation ILO eingezahlt. Immerhin: Über 1 Mio. Menschen unterschrieben einen Aufruf an Benetton und der Druck hat gewirkt: Benetton wird nun endlich zahlen! Auch unsere Partnerorganisation NGWF hat mit einer Demonstration auf die fehlenden Entschädigungssummen hingewiesen.

Die Benetton-Kampagne der internationalen CCC: Payup!

 

Deutscher Fabrikbesitzer entlässt Arbeiter_innen – der Fall BEO (Bangladesch)

Gewalttätige Aufseher greifen Gewerkschafter_innen und Arbeiter_innen der BEO Fabrik an. Foto: © Worker Rights ConsortiumIn Bangladesch wurden 48 Arbeiter_innen der Fabrik BEO - in deutschem Besitz und Produzent für Lidl - im September 2014 entlassen, weil sie bei der Aufsicht über das Gebäude- und Brandschutzabkommen (Accord) Beschwerde aufgrund von Sicherheitsproblemen in der Fabrik eingereicht hatten.

 

 

Pakistan: Hinterbliebene des Brandes bei Ali Enterprise am 11.9.2012 fordern von KiK angemessene Entschädigung

Mahnmal zum Gedenken an den Brand. Foto: © CCCVor zweieinhalb Jahren starb Shahida Parveens Mann beim verheerenden Brand der Textilfabrik Ali Enterprises in Karachi, Pakistan. 254 Menschen kamen damals ums Leben, 55 Menschen wurden verletzt. Notausgänge fehlten, Fenster waren vergittert. Die Fabrik produzierte hauptsächlich Kleidung für den deutschen Discounter KiK. Bisher hat KiK nur eine erste Entschädigung von 1 Mio USD an die Opfer gezahlt, weigert sich aber, die Opfer angemessen langfristig zu entschädigen. Deshalb hat die Witwe von Shahida Parveens am 04. März 2015 eine Online-Petition gestartet, adressiert an Heinz Speet, Geschäftsführer von KiK.

 

Hinterbliebene aus Pakistan klagen gegen KiK vor deutschen Gerichten

Vier Betroffene des Brandes bei Ali Enterprise haben beim Landgericht Dortmund Klage auf Schadensersatz gegen KiK eingereicht, unterstützt von der deutschen NGO ECCHR. Sie fordern: Gerechtigkeit statt Almosen. Haftung statt Freiwilligkeit. Das Verfahren gegen KiK soll klar machen: Transnationale Unternehmen sind auch für die Arbeitsbedingungen in ihren Tochter- und Zulieferbetrieben im Ausland verantwortlich.

 

Hugo BOSS Kampagne Osteuropa/Türkei

Hugo Boss KampagnenanzeigeTeuer ist nicht gleich fair. Made in Europe – und darum fair? Mit Straßenaktionen und Online-Protesten haben Aktivist_innen der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) das Unternehmen HUGO BOSS aufgefordert, faire Löhne an seine Näher_innen zu zahlen und ihnen ihr Recht auf Organisationsfreiheit nicht weiter zu verwehren. In dem Bericht „Im Stich gelassen“ werden Fakten über niedrige Löhne bei BOSS Produzenten in Osteuropa und der Türkei geliefert. Derzeit läuft die Kampagne „Ein echter BOSS zahlt Existenzlöhne“.

 

Erwartungen an Bundesregierung und EU für eine an Menschenrechten orientierte Handelspolitik

Gründungsakt des TextilbündnissesWenn bis Juni 2015 die großen Textil-Unternehmen nicht einem freiwilligen Bündnis beitreten, soll bis Ende 2015 durch die Bundesregierung eine Vorlage für eine gesetzliche Regelung erarbeitet werden. Dieses Gesetz soll eine verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflicht entlang der gesamten Wertschöpfungskette inkl. Sanktionen für Unternehmen bei Verstößen umfassen, wie sie die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte nahelegen. Auf EU-Ebene sollte die Bundesregierung zusammen mit anderen Staaten eine an Menschenrechten orientierte Handelspolitik vorantreiben. FEMNET war an der Stellungnahme aktiv beteiligt.

 

2. Berichte von unseren Partnern aus Bangladesch und Indien

NGWF-Demonstration zum 8. März in Bangladesch

NGWF-Demo am 08.03.2015. Foto: © NGWF, Bangladesch.Anlässlich des internationalen Frauentags am 8. März protestierte unsere Partnerorganisation, die Gewerkschaft NGWF, dagegen, dass es in Bangladesch zwei Regelungen für den Mutterschutz gibt: 6 Monate für Angestellte des Staates, aber nur 4 Monate für die Näherinnen in Fabriken.

 

 

 

 

Bangladesch: Proteste nach Fabrikschließungen

Proteste gegen Fabrikschließungen vor dem Gebäude der BGMEA Immer häufiger wird gegen Gewrkschafter_innen vorgegangen. Am 21. März 2015 organisierte unsere Partnerorganisation NGWF eine Demonstration vor dem Gebäude des Textilunternehmerverbands BGMEA (Bangladesh Garment Manufacturers and Exporters Association), um gegen die Schließungen von 5 Fabriken zu protestieren. In den 5 Fabriken, die alle der BGMEA angehören, wurden in den letzten Monaten gewerkschaftliche Fabrikkomitees gegründet. Diese konnten die gesetzwidrigen Schließungen jedoch nicht verhindern. Man geht sogar davon aus, dass die Schließungen in Zusammenhang mit den gewerkschaftlichen Aktivitäten zu sehen sind und dazu dienen sollten, die Komitees zu zerschlagen. Die Arbeiter_innen erhielten keine Entschädigungen, auch wurden ihnen bisher die noch ausstehenden Löhne verweigert.



Neues FEMNET-Kooperationsprojekt mit CIVIDEP in Indien

Indische Fabrikarbeiterinnen. Foto: © CIVIDEPMit Cividep in Bangalore, Südindien hat FEMNET ein neues Projekt begonnen. Es wird als Kleinprojekt aus Mitteln des BMZ unterstützt und läuft über das gesamte Jahr 2015. Es handelt sich um den Einsatz für die Schaffung von Kinderkrippen in Textilfabriken in Bangalore, die laut Gesetz vorgeschrieben sind, aber nicht umgesetzt werden. Näherinnen wissen oft nicht, wo sie ihre Kleinkinder lassen sollen und falls es eine Betreuung gibt, ist sie dermaßen schlecht, dass die Frauen ihre Kinder nicht der Fabrik anvertrauen wollen.

 

 

3. Aus der Arbeit unseres Projektes "FairSchnitt - Unterstützung von Modehochschulen bei der verstärkten Integration nachhaltiger Lehrinhalte in den Lehrplan"

Femme5 Messe in Bonn

FairSchnitt Projektleiterin Kerstin Dahmen am Informationsstand. Foto: © L. Aldehoff In diesem Jahr war FEMNET auf der Modemesse Femme5 in Bonn wieder mit einem eigenen Informationsstand präsent. Außerdem übernahm Vorstandsvorsitzende Gisela Burckhardt die Schirmherrschaft über die Messe.

 

 

 

 

Tagungsdokumentation: Konferenz 'Slow Fashion - Fast Fashion'

FairSchnitt-Konferenz 2014 Zur FEMNET Konferenz 2014 im Rahmen des Bildungsprojekts FairSchnitt ist jetzt der Konferenzbericht mit einer Auflistung der verschiedenen Tagesinhalte, Diskussionen und Workshops erschienen. Außerdem gibt es drei Videoclips über die Konferenz: Einen mit einer schönen Zusammenfassung der zwei Konferenztage, einen, der die Workshops vorstellt und einen, der Teilnehmer_innen zu Wort kommen lässt.

 

 

FairSchnitt-Workshop auf der Frühjahrsakademie der Akademie Mode und Design (AMD) in Düsseldorf

Frühjahrsakademie AMD 2015: Workshopraum. Foto: © I. Pujiula Im März boten zwei Multiplikatorinnen von FairSchnitt im Rahmen der Frühjahrsakademie der Akademie Mode und Design (AMD) einen Workshop an. Der Titel des viertägigen Workshops lautete: „Wege der Kleidung in der FastFashion-Industrie und ihre Auswirkungen: Produktion, Handel, Konsum, Entsorgung und Weitervertrieb als Altkleidung.“

 

 

 

4. Weitere Aktivitäten von FEMNET

Stammtisch in Bonn

Stammtischteilnehmer_innen in BonnNach einer wunderbaren Weihnachtsfeier im Dezember und einer krankheitsbedingten Pause im Januar trifft sich der Bonner FEMNET Stammtisch seit Februar wieder jeden zweiten Dienstag im Monat. Im Februar haben wir uns mit dem Thema Kleidungskonsum am Beispiel der Klamottenkur zur Fastenzeit (und nicht nur dann) auseinander gesetzt.
Im März fand der Stammtisch erstmalig in unserer neuen Location in der Brotfabrik in Bonn Beuel statt. Es wurde über die Themen und Arbeitsweise der Kampagne für Saubere Kleidung informiert.

Die nächsten Stammtischtermine sind am 14.04.15, 12.05.15 und 09.06.15
Beginn jeweils um 19.00 Uhr im Kulturzentrum Brotfabrik, Kreuzstraße 16, Bonn
Die Themen werden ca. eine Woche vorher auf der FEMNET-Homepage angekündigt.

 

Stammtisch in Berlin

Der Berliner Stammtisch hat im März 2015 zum vierten Mal stattgefunden. Zu jedem Treffen gibt es einen Vortrag zumeist von einer externen Referentin aus dem Modebereich. Die Themen der letzten Treffen waren: Vorstellung des Projekts Lokal International (Bangladesch), Asmara in Vietnam, Lebenskleidung in Berlin und ihr Angebot an nachhaltigen Stoffe.
Der Stammtisch findet immer am 3. Donnerstag eines jeden Monats statt. Interessierte sind herzlich willkommen. Informationen und Kontakt...

 

FEMNET in den Medien

Von FEMNET veröffentlichte Artikel und Pressemitteilungen zu unseren Vereinsaktivitäten sowie Themen und Veranstaltungen erschienen in verschiedenen Medien. Eine aktuelle Übersicht über die Berichterstattung der letzten Monate finden Sie auf der FEMNET-Homepage.

Hier eine Auswahl:

Januar 2015:
Blätter für deutsche und internationale Politik: Von Primark bis Hugo Boss: Geschäfte ohne Skrupel / Artikel von Gisela Burckhardt

23.01.2015:
ZDF aspekte: Todschick? Tobias Schlegl unterwegs auf der Fashion Week

23.01.2015:
ARD: 100 Tage Textilbündnis: Hoher Anspruch, geringe Wirkung / G. Burckhardt

03.02.2015:
Neue Westfälische: So sieht Sklaverei heute aus / A. Günther im Gespräch als Expertin von FEMNET

06.02.2015:
Konferenz der SPD-Fraktion zu UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte / Referentin G. Burckhardt

27.02.2015:
SWR: G. Burckhardt: Buchkritik zu Burckhardts Buch „Todschick“

29.03.2015
Femme 5 Messe in Bonn Bericht des Bonner Generalanzeigers

29.03.2015
ARD Europamagazin 29.3.2015 (Interview FEMNET)

 

Termine 2015

26.4.2015
SR 2 Kulturradio Übertragung aus der Arbeitskammer des Saarlands:
„Fragen an den Autor“ (G. Burckhardt): 10.15-12.30 Uhr in Saarbrücken

29.4.2015
Gisela Burckhardt im Fernsehen „MDR um 4“ aus Leipzig
30.4.2015
Podiumsdiskussion zu Fairer Handel/TTIP
in Bonn mit Gisela Burckhardt und Uwe Kekeritz, MdB, im Migrapolis, 19 Uhr


Weitere Termine finden Sie auf der FEMNET-Homepage

 

 

Impressum

FEMNET e.V.
Feministische Perspektiven auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
Heidebergenstr. 14
53229 Bonn
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Tel. 0228 18038116

Vorstand: Dr. Gisela Burckhardt, Franziska Gorgas, Janina Hotze, Christiane Kühnrich, Michaela Reithinger
Redaktion und verantwortlich im Sinne § 5 TMG: Dr. Gisela Burckhardt
Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung.

Aktenzeichen VR 9568B beim Amtsgericht Bonn.

 


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