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Nachrichten aus Bangladesch

24.04.2019: Nie wieder Rana Plaza, mehr Gebäudesicherheit

Mutter, die ihre Tochter beim Einsturz des Rana Plaza Gebäudes verloren hat. Foto: © FEMNETMutter, die ihre Tochter beim Einsturz des Rana Plaza Gebäudes verloren hat. Foto: © FEMNETBonn. Vor genau sechs Jahren starben 1.134 Näher_innen in den Trümmern eines Fabrikgebäudes in Savar, Dhaka, Bangladesch. Mehr als 1.800 Menschen wurden verletzt. In dem Gebäude „Rana Plaza“ produzierten fünf Textilfabriken, viele für große Modefirmen, deren Produkte auch in unseren Kleiderschränken hängen.

Nach der Katastrophe beteuerte die gesamte Modeindustrie, „Nie wieder Rana Plaza!“. Doch wie sieht die Situation heute aus? Sechs Jahre nach der schrecklichen Katastrophe dominieren Repression und Armutslöhne in der Bekleidungsindustrie von Bangladesch. Die Fortschritte, Fabriken sicher zu machen, sind bedroht.

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ACCORD: Oberster Gerichtshof vertagt wieder seine Entscheidung

accord logoSeit November 2018 wird in monatlichen Abständen die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Bangladesch immer wieder verschoben. So auch am 15. April 2019. Angeblich soll nun am 19. Mai entschieden werden, ob der Accord, das Gebäude- und Brandschutzabkommen, das für rund 1600 sichere Exportfabriken gesorgt hat, im Land bestehen bleiben kann.

Die Regierung will die unabhängigen Inspekteure loswerden und behauptet, selber die Fabrikprüfungen durchführen zu können. Das wird allerdings sowohl von internationalen Einkäufern als auch der Clean Clothes Campaign bezweifelt.

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16.04.2019: Bangladesch: Entlassene Arbeiter_innen stehen auf einer schwarzen Liste

Entlassene Arbeiter_innen fordern ihre Jobs zurück. Foto: @ FEMNETEntlassene Arbeiter_innen fordern ihre Jobs zurück. Foto: @ FEMNET

Schockierende Zahlen melden unsere Partnerorganisationen aus Bangladesch: Über 3.000 Arbeiter_innen werden angeklagt, über 11.000 Arbeiter_innen von 105 Fabriken wurden seit Januar 2019 entlassen. Ihre Namen stehen auf einer schwarzen Liste, nirgendwo finden sie mehr eine Arbeit.

Ihr Verbrechen: Sie protestierten gegen die viel zu geringe Anhebung des monatlichen Mindestlohns auf 8000 Taka (83,- EUR). Die Gewerkschaften hatten das Doppelte (166 Euro) gefordert, immerhin wurde der Mindestlohn seit 5 Jahren nicht angepasst. Für die Mehrheit der Arbeiter_innen erhöht sich der Grundlohn durch die Revision kaum. Von dem neuen Mindestlohn kann kaum eine Familie leben. Weitere Hintergründe finden Sie in unserem Bericht vom 16.01.2019.

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01.02.2019: Sofortige Solidarität mit Arbeiter_innen in Bangladesch nötig! Spenden Sie für die Näher_innen! Unterstützen Sie unseren Solidaritätsfonds!

Arbeiter_innen nach einem Treffen im Büro der FEMNET-Partnerorganisation BCWS. Foto: S. Marx | FEMNETArbeiter_innen nach einem Treffen im Büro der FEMNET-Partnerorganisation BCWS. Foto: S. Marx | FEMNET

Bonn. Arbeiter_innen, die für die rechtmäßige Umsetzung von Lohnerhöhungen protestieren, werden zur Zeit entlassen, inhaftiert und schikaniert. Die bangladeschische Gewerkschaft NGWF teilt FEMNET mit:

  • Hunderte Arbeiter_innen wurden verhaftet.
  • An die 4000 Arbeiter_innen wurden angeklagt.
  • Über 30 Arbeiter_innen wurden vor Gericht schon verklagt.
  • Rund 7000 Arbeiter_innen wurden entlassen-

Am 01.02.2019, protestierte die Gewerkschaft NGWF und rief dazu auf, dass die verhafteten Arbeiter_innen sofort freigelassen, falsche Anschuldigungen zurückgezogen und entlassene Arbeiter_innen wieder eingestellt werden müssen.

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26.11.2018: Bald wieder ein Rana Plaza? – Regierung von Bangladesch gegen eine Verlängerung des ACCORD

Foto: © Kristof VadionFoto: © Kristof VadionBonn. Fünf Jahre erfolgreiche Arbeit stehen vor dem Aus. Regierung von Bangladesch ist gegen die Weiterarbeit des ACCORD, dem Abkommen für Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch.

Der Ruf „Nie wieder Rana Plaza!“ hallt noch wider. Dennoch soll mit dem gegenwärtigen  Beschluss des obersten Gerichtshofs von Bangladesch die Weiterarbeit des ACCORD zum 30. November 2018 beendet werden. „Der ACCORD ist ein glaubwürdiges und wirkungsvolles Programm, das für rund 1600 sichere  Exportfabriken gesorgt hat. Aber die Situation in vielen Fabriken ist noch nicht sicher, das sehen auch die europäischen Einkäufer so, sagt Gisela Burckhardt, Vorstandsvorsitzende von FEMNET und Mitglied der Kampagne für Saubere Kleidung.

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Speakers Tour 2018

Für starke Frauen und faire Arbeit!

FEMNET veranstaltet im November 2018 eine Rundreise mit zwei Aktivistinnen aus Bangladesh und Myanmar durch ganz Deutschland. Die Frauen berichten davon, wie Näherinnen in der Bekleidungsindustrie für verbesserte Arbeitsbedingungen kämpfen und erklären, wie Verbraucherinnen und Verbraucher darauf Einfluss nehmen können.

Die weltweite Nachfrage nach Bekleidung wächst und wächst. Damit die Preise im Fast Fashion Segment möglichst niedrig bleiben, sucht die Industrie nach den billigsten Arbeitskräften und findet sie vor allem in Asien: Bangladesch ist heute der zweitgrößte Exporteur von Kleidung weltweit.

Doch katastrophale Arbeitsbedingungen und verheerende Unfälle bescheren Bangladesch immer wieder negative Schlagzeilen. Aus Angst um ihr Image ziehen viele internationale Unternehmen in andere Länder weiter, etwa ins Nachbarland Myanmar. Aber auch dort werden Hungerlöhne gezahlt, Gewerkschaften unterdrückt und Frauen massiv diskriminiert.

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08.10.2018: Hungerstreik gegen Hungerlöhne – Solidarität mit den Arbeiter_innen in Bangladesch!

16.000 Taka und nicht weniger: Arbeiter_innen in Bangladesch protestieren seit Monaten für einen gerechteren Mindestlohn. Foto: © NGWF16.000 Taka und nicht weniger: Arbeiter_innen in Bangladesch protestieren seit Monaten für einen gerechteren Mindestlohn.
Foto: © NGWF

Nach langem Ringen um eine Erhöhung des katastrophal niedrigen Mindestlohns in der bangladeschischen Bekleidungsindustrie, hat die zuständige Kommission im September nun den zukünftig geltenden Mindestlohn verkündet: 8.000 Taka (etwa 82 Euro) – die Hälfte dessen, was die Gewerkschaften vor Ort forderten! Der Gesamtbetrag liegt nicht nur weit unter einer glaubwürdigen existenzsichernden Lohnschätzung, sondern kann de facto kaum als tatsächliche Erhöhung betrachtet werden, sondern eher als Ausgleich der Inflation in den vergangenen fünf Jahren. Als Reaktion auf diesen viel zu niedrig angesetzten Mindestlohn, treten Näher_innen in Bangladesch nun in einen Hungerstreik für gerechtere Löhne, wie FEMNETs Partnerorganisation, die National Garment Workers Federation (NGWF), nun verkündete.

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29.08.2018: Deutsche Unternehmen unterstützen die Forderung nach Verlängerung des Brandschutzabkommens

Accord LogoMitglieder des Textilbündnisses sowie Unternehmen die den Bangladesh Accord unterzeichnet haben, wenden sich in einem gemeinsamen Schreiben mit der Kampagne für Saubere Kleidung an die Premierministerin von Bangladesch bzgl. der Verlängerung des Accord um mindestens 6 Monate.

Diese Verlängerung wird vom Unternehmensverband in Bangladesch stark in Frage gestellt, obwohl es im Oktober 2017 eine Einigung unter allen Beteiligten gab.

 

 

 

26.09.2018: Bangladeschs Regierung legt empörend niedrigen Mindestlohn von 80,- EUR fest

Die Gewerkschaft NGWF fordert einen Mindestlohn von 160,- EUR. Foto: © NGWFDie Gewerkschaft NGWF fordert einen Mindestlohn von 160,- EUR. Foto: © NGWFBonn. Die Regierung von Bangladesch hat beschlossen, den Mindestlohn von 5.300 Taka (54,- €) auf 8.000 Taka (80,- €) ab Dezember 2018 zu erhöhen. Dies reicht bei weitem nicht, allein nur um die gestiegenen Kosten der letzten Jahre aufzufangen, geschweige denn eine reale Lohnerhöhung zu erreichen. Die Löhne in Bangladeschs Bekleidungsindustrie sind immer noch die niedrigsten der Welt. Die Gewerkschaften verlangten 16.000 Taka (160,-€). Fünf Jahre gab es keine Lohnerhöhung, obwohl die Gesetzesnovellierung von 2013 vorsieht, dass die Grundlohn-Komponente jedes Jahr um 5% erhöht wird.

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27.07.2018: FEMNET und die Clean Clothes Campaign verurteilen Arbeitgebervorschlag zum Mindestlohn für Arbeiter*innen in Bangladesch und rufen Unternehmen zum Handeln auf

Gewerkschaftsvertretreter_innen demonstrieren für einen Mindestlohn von 16.000 Taka am 27.7.2018. Foto: © NGWF Gewerkschaftsvertretreter_innen demonstrieren für einen Mindestlohn von 16.000 Taka am 27.7.2018. Foto: © NGWF

Die Arbeitgeber-Vereinigung der Bekleidungsindustrie Bangladeschs (BGMEA) hat äußerste Geringschätzung für das Wohlergehen der Arbeiter*innen und deren Leben außerhalb der Fabriken gezeigt. Am Montag, 16. Juli, unterbreitete BGMEA (Bangladesh Garment Manufacturers and Exporters Association) den Vorschlag, den Mindestlohn für die Arbeiter*innen auf 6.360 Taka festzusetzen (ungefähr 64€). Weder erreicht dieser Betrag annähernd ein Existenzlohn-Niveau in Bangladesch, noch behebt er die Vernachlässigung der erforderlichen legalen Mindestlohn-Erhöhung in den letzten 5 Jahren.

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