Nachrichten und Berichte

24.04.2017: Rana-Plaza-Gedenktag: FEMNET fordert mehr Transparenz von der Textilindustrie

22.04.2017: Aktion zu Rana Plaza in Bonn. Foto: © FEMNET e.V.Bonn. Mit einer Straßenaktion mitten in der Bonner Innenstadt hat die Frauenrechtsorganisation FEMNET auf den heutigen Gedenktag für Rana Plaza aufmerksam gemacht. Heute vor vier Jahren starben bei dem Fabrikeinsturz in Bangladesch mehr als 1.100 Textilarbeiter_innen und 2.000 wurden teils stark verletzt.

Um die noch weit verbreitete Intransparenz in der Industrie sowie die Folgen des Fast-Fashion-Konsums zu thematisieren, bauten die FEMNET-Aktivist_innen am vergangenen Samstag, 22. April, auf dem Bottlerplatz eine textile Lieferkette mit drei Stationen „in klein“ nach: Im ersten Raum wurde gesponnen, im nächsten genäht und im dritten stürzten sich kreischende Kund_innen auf Kleiderwühltische. Unzählige Passant_innen blieben bei diesem pantomimischen Straßentheater stehen und ließen sich Informationen zu den Hintergründen der textilen Lieferkette geben.

Weiterlesen ...

20.04.2017: Wer stellt unsere Kleidung her? KiK und Hugo Boss verweigern Transparenz

Transparenz Kampagne 2017Berlin. Die deutschen Unternehmen KiK und Hugo Boss sind der Aufforderung einer internationalen Koalition von neun Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften, sich zu Transparenz in ihren Lieferketten zu verpflichten, nicht gefolgt, zeigt der heute erschienene Bericht „Follow the Thread“. Adidas und Esprit haben sich als einzige deutsche Unternehmen bisher darauf festgelegt, den sogenannten Transparency Pledge bis Ende 2017 umzusetzen. Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert KiK und Hugo Boss auf, diesem positiven Beispiel zu folgen. Informationen über Fabriken, in denen Markenkleidung hergestellt wird, helfen lokalen und internationalen NGOs dabei, Missstände und Arbeitsrechtsverletzungen bei Zulieferern früher aufzudecken.

Weiterlesen ...

09.03.2017: Gesetz der Bundesregierung zur nichtfinanziellen Berichterstattung von Unternehmen zeigt erhebliche Schwächen

Das CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung sieht Chance für mehr Unternehmenstransparenz vertan und fordert Änderung des Hemmschuhs „Bürokratiebremse“

Der Bundestag verabschiedet heute ein Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung von Unternehmen. Damit setzt die Bunderegierung die so genannte CSR-Richtlinie der EU mit mehrmonatiger Verspätung um. Künftig müssen große kapitalmarktorientierte Unternehmen, Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen mit mehr als 500 Arbeitnehmern ihre wesentlichen Risiken darstellen, die in Hinblick auf Arbeitnehmer-, Sozial- und Umweltbelange, Achtung der Menschenrechte und Korruptionsbekämpfung bestehen. Zudem müssen die Unternehmen darlegen, wie sie mit diesen Risiken umgehen. Das aus 56 zivilgesellschaftlichen Organisationen bestehende CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung kritisiert die schwache Umsetzung.

Weiterlesen ...

23.02.2017: Hintergrundinformation zum französischen Sorgfaltspflichtengesetz und aktuellen Entwicklungen in Deutschland

Textilfabrik in Indien. Foto: © CIVIDEPTextilfabrik in Indien. Foto: © CIVIDEPAmnesty International, Brot für die Welt, Germanwatch und Oxfam Deutschland zeigen sich erfreut über das in Frankreich verrabschiedete Gesetz zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht von Unternehmen. Es bringe die politischen Entwicklungen zur Unternehmensverantwortung in globalen Geschäften einen großen Schritt weiter.

Hintergründe dazu, beispielsweise welche Unternehmen davon betroffen sind und wozu sie nun verpflichtet sind, zählen sie in ihrer aktuellen Pressemitteilung (PDF-Datei) auf.

03.11.2016: Dialogveranstaltung in Hamburg

Epert_innenrunde mit: Joschka Fischer, Bundesaußenminister a.D., Katja Suding, Stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP und MdHB, Dr. Gisela Burckhardt, Vorstandsvorsitzende FEMNET e.V., Gerd Billen, Staatssekretär BMJV, Dr. Markus Conrad, Vorsitzender der Geschäftsführung Tchibo GmbH. Foto: © TchiboEpert_innenrunde mit: Joschka Fischer, Bundesaußenminister a.D., Katja Suding, Stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP und MdHB, Dr. Gisela Burckhardt, Vorstandsvorsitzende FEMNET e.V., Gerd Billen, Staatssekretär BMJV, Dr. Markus Conrad, Vorsitzender der Geschäftsführung Tchibo GmbH.
Foto: © Tchibo GbmH
Unter der Fragestellung "Mit Kraft aus der Nische – wieviel Pflicht braucht/verträgt Nachhaltigkeit?" trafen sich am 3.11.2016 Expert_innen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft auf Einladung der Unternehmens Tchibo GmbH in Hamburg. Im Mittelpunkt stand die Frage nach gesetzlichen Regelungen im Zusammenhang mit der Textilproduktion in Asien: Was können Gesetze, Bündnisse und Verbraucher (nicht) bewirken?

Während gesetzliche Regelungen sonst eher von NGOs gefordert werden, setzt sich mit Tchibo GmbH erstmalig ein Unternehmen dafür ein. FEMNET-Vorstandsfrau Dr. Gisela Burckhardt lieferte inhaltliche Beiträge und Statements im Rahmen einer Podiumsdiskussion und einer Fishbowl zum Thema Gesetze.

Weiterlesen ...


Powered by JS Network Solutions