Textilbündnis

Logo des TextilbündnissesDas Bündnis für nachhaltige Textilien ist eine Multistakeholder-Initiative mit rund  150 Mit­gliedern aus Wirtschaft, Politik und Zivil­gesellschaft. Sie wollen gemeinsam die Bedingungen in der weltweiten Textilproduktion verbessern – von der Rohstoffproduktion bis zur Entsorgung. Das Textilbündnis wurde im Oktober 2014 als Antwort auf tödliche Unfälle in Textilfabriken in Bangladesch und Pakistan gegründet.

FEMNET ist seit 2014 als Nicht-Regierungsorganisation Mitglied des Textilbündnisses.

 

08.12.2017: Das Textilbündnis: Rückblick auf das Jahr 2017 und Ausblick auf 2018

Steuerungskreis des Textilbündnisses bei der Klausurtagung  am 23.11.2017. Foto: ©  TextilbündnisSteuerungskreis des Textilbündnisses bei der Klausurtagung am 23.11.2017. Foto: © TextilbündnisDas Textilbündnis besteht nun schon seit drei Jahren, aber erst seit Juni 2015 erfolgte der breite Beitritt der Textil(handels)unternehmen. Heute sind rund 90 Unternehmen Mitglied, sie verantworten rund die Hälfte des Textilienumsatzes in Deutschland. Außerdem sind Bundesregierung unter Federführung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), rund 20 NROs, Standardorganisationen wie GOTS und Fairtrade und Gewerkschaften im Bündnis je nach Organisation unterschiedlich aktiv.

Mit dem Jahr 2017 geht eine intensive Testphase im Textilbündnis zu Ende: Alle Mitglieder mussten individuelle Aktionspläne (sog. Roadmaps) für das Jahr 2017 erstellen. Diese Aktionspläne wurden einer gründlichen Prüfung unterzogen, ob sie den selbstgesetzten Zielen des Bündnisses entsprachen und einen Fortschritt für das jeweilige Mitglied darstellten. Und schließlich verabschiedete der Steuerungskreis des Textilbündnisses Ende November verbindliche Zeit- und Mengenziele für die Jahre 2018 bis 2020, die jedes Mitglied bearbeiten muss. Es ist also viel geschehen im Textilbündnis – und dennoch stehen auch für das Jahr 2018 wichtige Weichenstellungen an.

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21.09.2017: Textilbündnis braucht gesetzliche Unterstützung: Nur wenige Unternehmen veröffentlichen ihre Roadmaps 2017

Spinnerei in Chittagong, Bangladesch. Foto: © Gisela BurckhardtSpinnerei in Chittagong, Bangladesch.
Foto: © Gisela Burckhardt, FEMNET
Pressemitteilung der Kampagne für Saubere Kleidung

Für das Jahr 2017 mussten sich die Mitglieder im Textilbündnis erstmals in sogenannten Roadmaps Ziele für die Umsetzung von Umwelt- und Sozialstandards in ihren Lieferketten setzen. Die Veröffentlichung dieser Roadmaps ist in diesem Jahr noch freiwillig, doch ab 2018 verpflichtend. Der erste Roadmap-Prozess war in diesem Jahr also noch im „Probelauf“ und somit eine Herausforderung. Entgegen der Erwartungen der Zivilgesellschaft haben nur wenige Mitgliedsunternehmen ihre Roadmap im Jahr 2017 veröffentlicht. Insgesamt waren dies 19 von 87 berichtspflichtigen Mitgliedsunternehmen, also rund 22 Prozent.

Umso mehr begrüßt es die Zivilgesellschaft im Textilbündnis, dass insgesamt 40 Mitglieder (darunter die Bundesregierung, zwei Gewerkschaften, 12 NGOs, 4 Standardorganisationen, 2 Verbände sowie 19 Unternehmen) ihre Roadmap bereits in diesem Jahr veröffentlicht haben.

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01.08.2017: FEMNET veröffentlicht 'Roadmap' im Rahmen des Textilbündnisses

FEMNET-Roadmap für das TextilbündnisAls ein Mitglieder des Bündnisses für nachhaltige Textilien hat FEMNET einen Maßnahmenkatalog (Roadmap) veröffentlicht. Für das Jahr 2017 haben sich Bündnismitglieder mehr als 1.500 Maßnahmen vorgenommen, die im Rahmen der vom Bündnis vorgegebenen Ziele zu konkreten Verbesserungen führen werden. Sie beziehen sich auf Themen wie existenzsichernde Löhne, die Bekämpfung von Kinderarbeit, die Vermeidung gesundheitsschädlicher Chemikalien oder auch die nachhaltige Wassernutzung im Baumwollanbau.

24.07.2017: Erreicht das Textilbündnis seinen nächsten Meilenstein? Zivilgesellschaft fordert Unternehmen zu Transparenz auf

Foto: © FEMNETFoto: © FEMNETPressemitteilung der Zivilgesellschaft im Bündnis für nachhaltige Textilien

In diesem Sommer befindet sich das Textilbündnis nach Einschätzung der zivilgesellschaftlichen Mitglieder in einer entscheidenden Phase: Wie viele Roadmaps (jährliche Maßnahmenpläne der Mitglieder zur Umsetzung sozialer und ökologischer Ziele) werden die Plausibilitätsprüfung erfolgreich bestehen? Wie viele Mitglieder des Textilbündnisses werden ihre Roadmap veröffentlichen? Welchen Anspruchsgrad werden diese Roadmaps haben? Wird das Bündnis sich auf inhaltlich verbindliche Anforderungen für die Roadmaps der nächsten Jahre wie zum Beispiel Schritte hin zur Umsetzung von existenzsichernden Löhnen einigen?

Alle Mitglieder des Textilbündnisses mussten für 2017 zum ersten Mal eine Roadmap erstellen und diese einer externen Prüfung auf Plausibilität durch einen unabhängigen Dienstleister unterziehen. Zahlreiche Unternehmen sind dieser Pflicht nicht nachgekommen und wurden aus dem Bündnis ausgeschlossen oder sind vorher ausgetreten. Zu den umsatzstärksten und öffentlich bekannten Unternehmen, die das Bündnis verlassen haben, zählen Engbers, Ernsting's Family, Real, Trigema und Walbusch.

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22.11.2016: Im Textilbündnis beginnt die nächste Phase - Unsere Erwartungen an die Mitglieder

Logo des Textilbündnisses Stellungnahme der Zivilgesellschaft im Bündnis für nachhaltige Textilien zur Mitgliederversammlung 2016

Der Steuerungskreis hat Ende Oktober nach langen, nicht immer leichten Verhandlungen den Startschuss für die nächste Phase des Textilbündnisses gegeben. Die Zivilgesellschaft im Textilbündnis begrüßt diese Einigung und sieht dies als wichtigen ersten Schritt hin zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Wertschöpfungskette. Alle Mitglieder müssen nun bis Ende Januar 2017 eigene Umsetzungsziele, sogenannte Roadmaps, erstellen. Die Roadmaps werden die Bereiche benennen, in denen die Mitglieder ihre Lieferanten schrittweise auf bessere Arbeitsbedingungen verpflichten. Die Roadmaps sind also zentrale Leitfäden, an denen abgelesen werden kann, was und wie viel die Mitglieder, insbesondere Unternehmen, aber auch die öffentliche Hand bei der Beschaffung von Textilien, im Textilbündnis in der kommenden Zeit zu leisten bereit sind.

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14.10.2016: Kritische Konferenz rund um Modestudium und Bekleidungsindustrie: Nachwuchs setzt auf Nachhaltigkeit, Textilbündnis steht auf der Kippe

Düsseldorf. Während sich die Modemanagerinnen von morgen zunehmend für nachhaltiges Wirtschaften interessieren, kommt das Bündnis für nachhaltige Textilien nur schleppend voran. Das hat die Konferenz „Fair Fashion Works? Unternehmensverantwortung im Modestudium“ gestern und heute in Düsseldorf gezeigt – organisiert von der Frauenrechteorganisation FEMNET, selbst Mitglied im Textilbündnis. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat das Bündnis aus Unternehmen, Politik und Zivilgesellschaft vor über zwei Jahren ins Leben gerufen, um die menschenunwürdigen Produktionsbedingungen in der Textilindustrie zu verbessern.

FairSchnitt Konferenz 2016 Podium: v.l.n.r.: Dr. Bernhard Felmberg, BMZ, Niema Movassat (MdB, DIE LINKE), Dr. Uwe Mazura (Gesamtverband textil+mode), NRO-Vertreter Tim Zahn. Foto: © FEMNET e.V.FairSchnitt Konferenz 2016 Podium: v.l.n.r.: Dr. Bernhard Felmberg, BMZ, Niema Movassat (MdB, DIE LINKE), Dr. Uwe Mazura (Gesamtverband textil+mode), NRO-Vertreter Tim Zahn. Foto: © FEMNET e.V.

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07.09.2016: Macht das Textilbündnis noch Sinn?

Wenn sich an den verheerenden Produktionsbedingungen in der Modeindustrie grundsätzlich etwas ändern soll, benötigen wir gesetzliche, verbindliche Vorgaben. Diese sollen deutsche und europäische Unternehmen verpflichten, auf die Einhaltung von Sozialstandards entlang ihrer gesamten Lieferkette zu achten. Kommen sie ihrer Sorgfaltspflicht nicht nach, müssen Sanktionen folgen. Nur wenn Unternehmen für die Verletzung von Menschenrechten und Arbeitsstandards bei ihren Produzenten zahlen, sind Katastrophen wie Rana Plaza vermeidbar.

Diese Position vertritt FEMNET weiterhin. Zusätzliche freiwillige Maßnahmen von Unternehmen sieht die Frauenrechtsorganisation als Ergänzung zu gesetzlichen Regeln. Seit nunmehr zwei Jahren arbeitet FEMNET daher aktiv im Bündnis für nachhaltige Textilien, kurz Textilbündnis, mit, das der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Gerd Müller initiiert hat. Ziel ist ein Aktionsplan für eine nachhaltige textile Lieferkette.

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27.02.2015: Erwartungen von FEMNET/ CCC an das Textilbündnis und die Bundesregierung

Stellungnahme des CorA-Netzwerks für Unternehmensverantwortung und der Kampagne für Saubere Kleidung zum Textilbündnis (Download als PDF-Datei)

Die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) und das CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung setzen sich seit vielen Jahren für die Einhaltung von Menschenrechten sowie international vereinbarten sozialen Standards und Normen bei transnationalen Unternehmen, ihren Tochterfirmen und Zulieferern ein.

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15.07.2015: Zahlreiche Unternehmen beigetreten: wie geht es weiter mit dem Textilbündnis?

Textilarbeiterinnen in Bangladesch. Foto © G.BurckhardtTextilarbeiterinnen in Bangladesch. Foto © G.BurckhardtErst nach zähen Verhandlungen traten im Juni 2015 etliche Unternehmen dem Textilbündnis bei. Hatten sie dies doch bei Gründung des Bündnisses im Oktober 2014 noch verweigert. Der von ihnen mitentwickelte Aktionsplan war ihnen damals zu anspruchsvoll, während andere Unternehmen wie Hessnatur und Vaude sofort beitraten. Auch FEMNET ist an der Erarbeitung des Aktionsplanes von Beginn an beteiligt und im Interimsteuerungskreis vertreten. Aber was hat die Unternehmen letztlich bewogen, nun doch beizutreten?

 

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27.02.2015: Erwartungen von FEMNET/ CCC an das Textilbündnis und die Bundesregierung (2)

Stellungnahme des CorA-Netzwerks für Unternehmensverantwortung und der Kampagne für Saubere Kleidung zum Textilbündnis (Download als PDF-Datei)

Die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) und das CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung setzen sich seit vielen Jahren für die Einhaltung von Menschenrechten sowie international vereinbarten sozialen Standards und Normen bei transnationalen Unternehmen, ihren Tochterfirmen und Zulieferern ein.

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03.06.2015: Zahlreiche Unternehmen treten endlich dem Textilbündnis bei

Textilarbeiterinnen in Bangladesch. Foto © FEMNET e.V.Pressemitteilung der Kampagne für Saubere Kleidung zum Beitritt der Spitzenverbände und einzelner Unternehmen zum Bündnis für nachhaltige Textilien

Der Knoten bei den großen Textilverbänden ist geplatzt. Die Mehrheit der Verbände (der Handelsverband Deutschland (HDE), der Bundesverband der deutschen Sportarktikelindustrie, die Außenhandelsvereinigung des deutschen Einzelhandels (AVE) und textil+mode) sowie eine große Zahl ihrer Mitgliedsunternehmen sind dem Bündnis beigetreten. Die Grundlage für eine Breitenwirkung des Bündnisses wurde nun durch die Beitritte geschaffen.

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14.10.2014: Stellungnahme der Kampagne für Saubere Kleidung zum geplanten Textilbündnis des BMZ

Am 16. Oktober 2014 will Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller ein Bündnisses für nachhaltige Textilien gründen.

Die Fabrikbrände bei Tazreen im November 2012 und bei Ali Enterprises in Pakistan sowie der Einsturz von Rana Plaza in Bangladesch am 24.4.2013 verursachten Tausende von Toten und Verletzten. Diese Unglücke geschahen trotz zahlreicher Kontrollen und freiwilliger Selbstverpflichtungen von Unternehmen. Bis heute sind die Opfer und Verletzten sowie deren Angehörige nicht fair und ausreichend entschädigt worden, da es hierfür keine gesetzliche Grundlage gibt. Bisher besteht nur für die Opfer von Rana Plaza ein freiwilliger Entschädigungsfonds, der noch nicht einmal zur Hälfte gefüllt ist.

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